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Elternunterhalt /steuerliche Absetzbarkeit


12.12.2006 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann und ich verdienen ca. 2400 € monatlich netto und haben einen Sohn (3 Jahre alt).

Meine Mutter ist geschieden und erhält keinen Unterhalt, da ihr Exmann Hartz IV Empfänger ist. Sie geht bald in Rente, die allerdings nicht für ihren gesamten Unterhalt ausreicht. Somit hätte sie noch Anspruch auf 400 € Sozialhilfe.

Mir wurde gesagt, ich würde vom Sozialamt für den Unterhalt meiner MUtter herangezogen werden.

Nun meine Fragen:

Welcher Selbstbehalt bleibt mir und meiner Familie von unserem Nettoverdienst?

Welche Ausgaben (z.B. Kreditraten, Auto, Versicherungen, Miete usw.) werden bei uns berücksichtigt?

Kann ich den Unterhalt von der Einkommensteuer absetzen?

Welche Belege benötigt das Finanzamt? Mir wurde mitgeteilt, ich bräuchte einen von meiner Mutter unterzeichneten Nachweis über die Höhe der monatlichen Unterhaltszahlungen. Was passiert, wenn sie mir diesen verweigert? Reichen dann Kontoauszüge?

Vielen Dank für Ihre Informationen.

Mit besten Grüßen
12.12.2006 | 19:10

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

1. Der Selbstbehalt gegenüber Eltern beträgt zumindest 1.400 €, wobei die Hälfte des diesen Mindestbetrag übersteigenden Einkommens zusätzlich anrechnungsfrei bleibt. Das Einkommen des Partners spielt grundsätzlich keine Rolle. Allerdings ist ein Mindestbetrag in derartigen Fällen von teilweise bis zu 950 € für den Ehegatten des in Anspruchgenommenen (als Familienunterhalt abzuziehen, sodass ein Selbstbehalt von wenigstens 2350 € zusammenkommt. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass das Nettoeinkommen des Partners selbst keine Rolle spielt!


2. Als Belastungen können abgesetzt werden die allgemeine Krankenvorsorge, die private Altersvorsorge in spezifischer Höhe, berufsbedingte Mehraufwendungen, Fahrtkosten, Werbungskosten, grundsätzlich Verbindlichkeiten. Miete wird bereits im Selbstbehalt berücksichtigt.

3. Alle Unterhaltskosten, zu deren Zahlung man gesetzlich verpflichtet ist, können von steuerlich abgesetzt werden. Dazu gehören Zahlungen an Eltern, Kinder, Großeltern, Ehegatten und Partner mit gemeinsamen Kind, nicht aber Zahlungen an Geschwister. (siehe BFH, Az.: 2002 III R 8/01). Ausreichend sollten sein nachweisen, die belegen, dass Unterhalt tatsächlich geleistet wurde. Ich habe insoweit keine Bedenken, dass entsprechende Kontoauszüge beziehungsweise Heranziehungsbescheide (wenn Unterhalt bei Ihnen regressiert wird) ausreichen sollten.


Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail(at)<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2006 | 13:20

Vielen Dank für Ihre Informationen.

Inwieweit werden Kinder beim Selbstbehalt berücksichtigt, wenn für mich der von 1400 € gilt und für meinen Mann 950 €? Wieso gilt nicht der Schonbetrag von 100.000 € jährlich? Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2006 | 19:22

Danke für Ihre Nachfrage. Soweit Sie Kindesunterhalt zu leisten haben, geht dieser dem Elternunterhalt vor und verringert das vorhandene Einkommen in derselben Höhe. Weiterhin spricht nichts dagegen, jedenfalls einen Teil des Regelunterhalts eines Kindes als erhöhend für den Selbstbehalt anzuerkennen.

Das Schonvermögen hat mit der Einkommensbemessung nichts zu tun und muss daher bei der Einkommensermittlung unberücksichtigt bleiben.

Hochachtungsvoll

ANTWORT VON

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