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Elternunterhalt bei vollstationärer Pflege

24.05.2018 15:46 |
Preis: 35,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Zusammenfassung: Pflegekosten für nahe Angehörige können als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG von der Steuer abgesetzt
werden, soweit hier eine zumutbare Eigenbelastung überschritten wird.

Meine Mutter ist pflegebedürftig und wird demnächst vollstationär in einem Pflegeheim untergebracht. Der zu leistende Eigenanteil (also nach Abzug der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung) beträgt ca. 2200 EUR. Meine Mutter hat eigene Einkünfte in Höhe von ca. 1600 EUR (Rente) plus 250 EUR Mieteinkünfte. Die Mieteinkünfte resultieren aus der Teilvermietung eines kleinen Einfamilienhauses. An Barvermögen verfügt sie noch über ca. 9000 EUR, die für Beerdigungskosten gedacht sind. Die Differenz zwischen den Einkünften und den Pflegeheimkosten (2200 EUR - 1850 EUR = 350 EUR/mtl.) werde ich als freiwilligen Unterhalt leisten. Sozialhilfe in Form der Hilfe zur Pflege wird nicht beantragt. Frage: Kann ich den freiwilligen Unterhalt steuerlich geltend machen? Falls ja: Wie und und welcher Höhe?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Kosten für die Pflege von nahen Anverwandten können steuerlich berücksichtigt werden.
Hier gelten zwar nicht diese Kosten als Werbungskosten, die voll abzugsfähig sind, aber es gilt wie folgt:

Wenn sich jemand aus sittlichen Gründen diesen Zahlungen nicht entziehen kann ( auch rechtliche
Gründe reichen aus ), sind diese Zahlungen als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen.

Das regelt § 33 EStG, den Sie bitte mal im Internet durchlesen mögen. Dieser Paragraph erklärt
sich von alleine, auch weil er bei den Zahlen schön lesbar in einer Tabelle verständlich erscheint.

Grundregel: Es wird nicht alles abgezogen und auf eine zumutbare Eigenbelastung abgestellt.
Diese richtet sich nach Einkommen und Anzahl von Kindern etc. beim Unterhaltsleistenden.
Davon habe ich keine Kenntnis, so daß Sie sich diese Werte schnell selber errechnen können.

Der Eigenanteil liegt zwischen 1 und 7 Prozent.

Als Ergebnis halte ich fest, daß Sie einen überwiegenden Anteil dieser Kosten als außergewöhnliche
Belastung von Ihren übrigen Einkünften steuermindernd absetzen können.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Fricke
Rechtsanwalt und Diplom Kaufmann

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