Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Elternunterhalt - Forderung vom Sozialamt

08.03.2009 19:47 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo Fr. / Hr. Anwalt,

vom Sozialamt habe ich eine "Festsetzung des zu leistenden Unterhaltsbetrages" erhalten

Grund: Mein leiblicher Vater ist am 21.11.08 in ein Pflegeheim überführt worden und kann die Kosten nicht vollständig aufbringen.

Ich bin nicht bereit nur 1 Cent für meinen Vater zu bezahlen, denn er hat sich 25 Jahre nicht gemeldet und ich wurde als Kind schlecht behandelt und vernachlässigt.


Mit dem Sozialamt habe ich für kommenden Mittwoch einen Termin vereinbart, wo ich auch Beweise vorlegen möchte.

Das sind unter anderem:

1. Diverse Zeichnungen die ich als Kind gemalt habe
2. Unterlagen zur psychologischen Beratung, wo ich als Kind vorstellig war.
3. Von mir geschriebene Texte, in denen ich Angst vor meinem Vater ausdrücke.
3. Eingereichte Klagen weil mein Vater keinen Unterhalt zahlte.
etc.

Frage:

Ich habe von damals auch Schreiben von dem Anwalt meiner Mutter und der Gegenseite. In diesen steht mehrfach folgender sinnhafter Text:

"Der Sohn möchte keinen Kontakt mehr zu seinem Vater", "Der Sohn möchte den Vater im Gericht nicht begrüßen"...

Macht es Sinn diese Schreiben als Beweismittel zum Sozialamt mitzunehmen, oder wird das womöglich noch so ausgelegt, dass das Kind selber schuld ist das der Vater sich 25 Jahre nicht gemeldet hat.

Ich hatte damals furchtbare Angst vor meinem Vater und hat mich als Kind oft geschlagen.

Sofern das Sozialamt nicht einlenkt, muss diese lt. meiner Info das Geld einklagen. Ist das so korrekt?

Danke und Gruß


P.S: Allgemeine Dinge habe ich schon erfahren, diese sind hier im Forum unter
http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=52951
abrufbar.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da Sie über § 1611 BGB den Wegfall Ihrer Unterhaltspflicht anstreben, ist insbesondere die Vorlage der Klagen auf Zahlung von Kindesunterhalt ratsam. Dann könnte die Fallgruppe der gröblichen Vernachlässigung der Unterhaltspflicht erfüllt sein. Aufgrund der Ihnen gegenüber begangenen verbal und tätlich begangenen Gewalttaten (Fallgruppe: schwere Verfehlung) erscheint es mehr als verständlich, dass Sie keinen Kontakt mehr wünschten, weshalb die insofern getätigten Äußerungen nicht gegen Sie ausgelegt werden dürfen. Es wäre an Ihrem Vater gewesen, den Kontakt zu suchen. Sie sollten somit alle gegen die gegen eine Unterhaltspflicht sprechenden Dokumente vorlegen.

Es ist richtig, dass das Sozialamt den Unterhalt einklagen muss, wenn es dennoch eine Verpflichtung bei Ihnen sieht und Sie sich außergerichtlich weigern, zu zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70438 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Bekam eine präzise Antwort!!! Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Die Antwort kam schnell und ausführlich. Die Struktur der Antwort war etwas gewöhnungsbedürftig, sodass ich überlegen musste, wie die Gliederung zu verstehen ist. Spätestens bei meiner Nachfrage war dann jedoch alles geklärt, ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super Beratung ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen