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Elternunterhalt Berechnung Freiberufler


| 10.12.2006 14:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Wie wird für einen Freiberufler die Zuzahlung zum
Elternunterhalt berechnet.

stimmt die folgende Annahme:

Gesamtbetrag der Einkünfte 98000.-
für die Anwendung EST massgebl. Betrag: 93000.-
Abzüglich EST: 62000.-

62000/12 = 5166.- pro Monat Nettoeinkommen ?
abzüglich 1400.- Freibetrag
abzüglich 1600.- private Altersvorsorge
(da ich keinerlei Lebensversicherungen habe)
= 2166.-
/ 2
= 1083.- abzuführen ans Sozialamt ???

die Hauptfrage ist also: wie hoch kann man die private
Altersvorsorge ansetzen ?
Kann man sonst noch was in Abzug bringen als Freiberufler
(Rücklagenbildung für "schlechtere Zeiten") ?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:



Meines Erachtens ist die Rechnung wie folgt zu machen.

Vom jeweiligen Einkommen 5166 € pro Monat werden die bestehenden Belastungen abgezogen, um das "bereinigte Nettoeinkommen" zu ermitteln.

Von Ihrem Nettoeinkommen können folgende weitere bestehende Belastungen in Abzug gebracht werden.

Krankenvorsorge-Beiträge zur Krankenversicherung: ca. 400 €
Rentenbeiträge- fiktive Anrechnung des gesetzlichen Rentenbeitrages in Höhe von 19,9 Prozent vom Bruttoeinkommen in Höhe von 93000 € entspricht 1542,26 €

Wenn Kinder zum Unterhalt ihrer Eltern verpflichtet sind, dürfen sie eine angemessene private Altersvorsorge für sich behalten. Der Bundesgerichtshof urteilte jetzt, dass das Vermögen der Kinder geschützt ist, dass diese sich im Laufe des Berufslebens mit 5 Prozent ihres Bruttoeinkommens hätten ansparen können. (AZ: XII ZR 98/04)


Danach können Sie noch mit 5 % zusätzlich 387,50 € monatlich in Abzug bringen.

Daraus ergibt sich ein einzusetzendes Einkommen in Höhe von 2836,24 €. Das Einkommen übersteigt um 1436,24 € den notwendigen Selbstbehalt in Höhe von 1400 €. Der angemessene Selbstbehalt bei Verwandtenunterhalt gegenüber den Eltern gemäß der Düsseldorfer Tabelle 2005 beträgt monatlich mindestens 1400 € zuzüglich der Hälfte des darüber hinausgehenden Einkommens. Dieser notwendige Selbstbehalt ist von daher um 718,12 € zu erhöhen. Somit ist die Differenz aus 2836,24 € und 2118,12 € zu bezahlen, also ein Betrag in Höhe von 718,12 €.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen behilflich sein. Gerne können Sie noch eine kostenlose nachfrage stellen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2006 | 18:28

Vielen Dank, hat mir sehr geholfen

wenn ich eine kostenlose Nachfrage stellen darf, dann tue ich
das natürlich gerne:

Betrifft ähnlichen Sachverhalt:
wir (meine Schwester und ich) überlegen das schuldenfreie Haus
meiner ELtern auf uns überschreiben zu lassen.
Beide sind noch wohl auf (zwar schon 84 Jahre) aber in meiner
Familie wird man über 90. Das mit den 10 Jahren ... weiss ich alles.

Nun zur Frage. Da meine Eltern dann ein lebenslanges Nutzrecht
eingräumt bekommen und ohne Miete im Haus leben, muss
ich oder meine Schwester (normale angestellte) eine fiktive
Miete versteuern ???

Vielen Dank im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2006 | 12:43

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage. Ich denke nicht, dass eine „fiktive Miete“ Ihrer Eltern versteuert werden müsste, da es ja gerade Sinn eines Nutzungsrechts, beziehungsweise Wohnrechts ist, dass man keine Miete zahlt. Für eine diesbezügliche verbindliche Auskunft müssten Sie sich jedoch an einen Anwalt für Steuerrecht oder an einen Steuerberater wenden.

Bewertung des Fragestellers |


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