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Elterngeld für das 2 Kind

18.11.2015 08:38 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren ,

Meine erste Tochter wurde am 04.02.2014 geboren , für sie erhalte ich noch Elterngeld , da ich das Elterngeld so beantragt habe mit halben Beiträgen auf 2 Jahre aufgeteilt .
Während dieser Zeit wurde ich erneut schwanger , und meine 2 Tochter kam am 01.07.2015 zur Welt .

Nachdem ich mein Elterngeld splitten habe lassen bekomme ich deswegen für meine 2 Tochter nur 300 Euro Mindestsatz ?????

Nun wollte ich wissen ob dies rechtens ist oder wie wird das wirklich berechnet ?

Sehr geehrte Ratsuchende,

nach Ihrer Schilderung kann das so nicht richtig sein:

Zwar bemisst sich das Elterngeld am durchschnittlichen Erwerbseinkommen des Antragstellers in den letzten 12 Monaten vor der Geburt.

Aber wenn wie bei Ihnen bereits für ein älteres Kind Elterngeld bezogen, werden diese betreffenden Monate übersprungen. Man spricht dann von Verschiebetatbestand.

Das ergibt sich aus § 2b Abs.1 BEEG in Verbindung mit § 4 BEEG.

Das Problem ist aber, dass Sie das Eltergeld für Ihr erstes Kind auf 2 Jahre aufgeteilt haben. Das hat zur Folge, dass nicht die ganzen Monate für das ältere Kind verschoben werden, sondern nur die Monate, die den eigentlichen Bezugszeitraum betreffen. Der Bezugszeitraum für das erste Kind sind zwölf Monate, dass Sie das Eltergeld 24 Monate halbiert erhalten, ist dabei nicht von Belang. Es werden daher nicht alle Monate vorverlegt. Die letzten 4 Monate vor der Geburt des zweiten Kindes werden daher in die Einkommensbeerechnung einbezogen.

Ungeachtet desssen, halte ich aber die 300,00 € wohl nicht für zutreffend.

Auch dürfte der Geschwisterbonus von 10% des zustehenden Elterngeldes (aber mindestens 75 €) zu zahlen sein, was in § 2a BEEG geregelt. Auch das dürfte hier wohl übersehen worden sein.

Sie sollten die Berechnung unbedingt an Hand der konkreten Einkommenssituation individuell prüfen lassen. Sie können schon erkennen, dass dieses erforderlich ist, da in Ihrem Fall nicht komplett zwölf Monate vorverlegt werden können. Es steht aber zu vermuten, das noch nicht einmal dieses berücksichtigt worden ist.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg


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