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Elterngeld bei befristetem Vertrag

23.11.2009 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mirko Ziegler


Ich stehe zur Zeit in einem befristetem Arbeitsverhältnis. Mein Vertrag wurde bereits 3 mal verlängert und immer um 6 Monate. Mein jetziger Vertrag endet Ende März 2010. Normalerweise gibt es keine Probleme diesen zu verlängern.
Jetzt bin ich aber in anderen Umständen und weiß nicht genau, wie es jetzt weitergehen kann. Also meine Frage ist:
Wenn mein Vertrag durch diese Schwangerschaft immer nur um 3 Monate verlängert wird (was mein Chef auch machen würde), habe ich dann überhaupt Anspruch auf dieses Elterngeld?.....da ich ja dann keinen Arbeitsvertrag mehr habe. Also müsste er mich für dieses Geld unbefristet einstellen?
Darf mein Chef mich nun nach Ende des Vertrages rausschmeißen?


Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) Befristungen von Arbeitsverhältnissen nicht ohne Einschränkungen möglich sind, vgl. § 14 TzBfG.

Durch Schwangerschaft oder Elternzeit wird ein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert, sondern läuft zum vereinbarten Zeitpunkt aus. Der Kündigungsschutz für diese Zeit greift hier nicht.

Sie haben aber Anspruch auf Elterngeld. Eine Ungleichbehandlung wollte der Gesetzgeber insoweit gegenüber Vollbeschäftigten und unbefristet Beschäftigten vermeiden. Sie müssen also nicht unbefristet eingestellt sein, um Elterngeld beziehen zu können.
Das Elterngeld berechnet sich indem der innerhalb eines Jahres bezogene Verdienst durch 12 geteilt wird. Wenn Sie beispielsweise drei Monate vor Beginn der Schutzfrist arbeitslos waren, muss der Verdienst der letzten 9 Monate durch 12 geteilt werden. Jene Summe ist dann Grundlage der Elterngeldberechnung.


Spätestens drei Monate vor Ablauf des Vertrages sollten Sie sich erkundigen, ob das Unternehmen daran interessiert ist, mit Ihnen einen unbefristeten Vertrag abzuschließen. Kommt so ein Vertrag nicht zu Stande, sind Sie verpflichtet, sich sofort beim Arbeitsamt arbeitssuchend zu melden. Ansonsten riskieren Sie eine Sperrzeit.

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