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Elterliche Sorge- Betreuung des Kindes


| 16.10.2007 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren RA,
bin verheiratet, habe einen fast dreijährigen Sohn und erwäge die Scheidung von meiner Frau aus Gründen des Undankes ,da ich zu oft belogen, hintergangen und betrogen wurde.Allerdings sind wohl diese Gründe für die mögliche Scheidung ohne Bedeutung. Aufgrund der psychologischen Problematik meiner Frau und deren Herkunftsfamilie und der daraus resultierenden Probleme die das Scheitern der Ehe verursacht haben, habe ich Sorge das mein Sohn, bei einer möglichen Scheidung, bei ihr bleiben könnte. Wie hoch stehen die Chancen nach einer Scheidung, das ich meinen Sohn zu mir nehmen kann bzw. welche Umstände/Gründe müssen gegeben sein, damit ich meinen Sohn zu mir nehmen kann. Ein Umgangsrecht mit meiner Frau soll natürlich erhalten bleiben.Bin als Vorbild besser geeignet, habe einen festes Arbeitsverhältnis, arbeite flexibel von zu Hause,habe bisher einen untadeligen und einwandfreien Lebenswandel und sehe aufgrund der Problematik meiner Frau und deren Herkunftsfamilie(Eltern und Bruder)das Kindeswohl in Gefahr.Die bisherige Wohnung meiner Frau und somit der Aufebthalt meines Sohnes ist im Hause Ihrer Eltern bzw. ihres Bruders.
Eine eilige Antwort ihrerseits ist nicht notwendig.
Mit freundlichen Grüßen
16.10.2007 | 17:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich wie folgt aus:

Nach einer Scheidung bleibt es grundsätzlich bei der gemeinsamen elterlichen Sorge. Dieses bedeutet, dass sich die Eltern über wesentliche Belange des Kindes abstimmen und im Fall des Streits das Familiengericht anrufen müssen.
Als sogenannte „kleine Sorge“ kann auf Antrag das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf den Elternteil übertragen werden, bei dem das Kind lebt. Wenn hierüber zwischen den Eltern Streit besteht, entscheidet das Familiengericht. Maßgeblich hierbei ist das Kindeswohl, also was für das Kind das Beste ist. Eine Gefahr für das Kindeswohl ist von demjenigen nachzuweisen, der sich hierauf beruht. Die von Ihnen angeführte psychische Auffälligkeit müsste nachweisbar dem Kind schaden, gleiches gilt für die Herkunft der Familie. Hier ist Vortrag mit Substanz vor Gericht erforderlich.
Ihren Ausführungen entnehme ich, dass Sie meinen, aufgrund Ihrer Arbeitseinteilung in der Lage sind Ihren Sohn zu betreuen. Wichtig ist hier die Ausgestaltung des Tagesablaufs bei Ihnen, sprich Tagesmutter, Ihren Eltern etc., denn Sie werden sicherlich nicht nur dann arbeiten können, wenn Ihr Sohn im Bett ist. Gegen eine Übertragung auf Sie spricht (abgesehen von der nachzuweisen Gefahr beim weiteren Aufenthalt bei der Mutter), dass eine Scheidung der Eltern das Kind sowieso dermaßen belastet, dass eine weitere „Entflechtung“ vermieden werden muss. Wenn das Kind bisher bei seiner Mutter, den Großeltern und dem Onkel gelebt hat, wäre bei einem Aufenthaltswechsel zu Ihnen, diesen zumindest ein großzügiges Umgangsrecht einzuräumen. Wichtig ist hier, ob Sie in der gleichen Stadt leben oder zukünftig leben werden, wie Ihr Sohn momentan, damit zumindest Kindergarten bzw. Tagesmutter, Freunde, Spielgelegenheiten etc. nicht „verloren“ gehen.
Letztlich erfolgversprechend kann ein Antrag auf Übertragung überhaupt nur dann sein, wenn Sie sorgfältig vorbereitend darauf hinwirken, so zum Beispiel mit einem längeren Aufenthalt bei Ihnen in den Schulferien. Grundsätzlich hat es ein Kindesvater schwerer, als die Mutter, das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen zu bekommen, vor allem, wenn das Kind noch nicht einmal in der Schule ist. Je kleiner, desto wichtiger ist die Mutter. Sie sollten hier vorsichtig und vorausschauend eine „Strategie“ entwickeln und gegebenenfalls das Jugendamt einschalten.

Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung eine ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. In diesen Fall wenden Sie sich bitte zunächst per Email an radannheisser@gmx.de an mich, Betreff „frag einen Anwalt“.

Mit freundlichen Grüssen


gez. RA Dannheisser


Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2007 | 15:47

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

in diesem Zusammenhang habe ich noch folgende Nachfrage.

Können Sie zu den Chancen des Aufenthaltsrechts eine Prognose angeben oder geht die Chance bei einem möglichen Rechtsstreit bei Vätern gegen null Prozent?

Mit freundlichen Grüßen




Ergänzung vom Anwalt 23.10.2007 | 17:02


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Gegen Null zwar nicht, jedoch ist es bei einem kleinen Kind, vor allem vor Einschulungsalter, schwierig für den Kindesvater das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu erhalten. Wenn Sie schon eine Prognose erwarten: Nach meiner Erfahrung stellen die meisten Väter erst gar nicht einen solchen Antrag, erfolgreich sind nur wenige. In meiner Praxis war für den Erfolg meistens ausschlaggebend, dass die Kindesmutter erhebliche Defizite aufwies, die dazu führten, dass das Gericht im Interesse des Kindeswohles einer Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf den Kindesvater zustimmte. Denken Sie daran: Wenn Sie es erst gar nicht versuchen, werden Sie sich eventuell später selbst Vorwürfe machen!


Mit freundlichen Grüssen



gez. RA Dannheisser
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