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Elstam


15.12.2016 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Weichel



Ich habe seit 5 Jahren in meinem kleinen Betrieb meinen Schwager als Angestellten im Geringverdienerbereich (unterhalb der Lohnsteuerpflicht, monatlich 500 Euro brutto) beschäftigt. Ich habe es bis jetzt versäumt, am Elstamverfahren für ihn teilzunehmen und werde mich jetzt anmelden. Welche Folgen hat das für meine steuerlichen Belange, sollte eine Betriebsprüfung erfolgen. Das Gehalt und die Sozialversicherungen habe ich bisher als Betriebsausgaben gebucht. Kann das Finanzamt diese Kosten als Betriebsausgaben verwerfen?
Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.
Sehr geehrte Ratsucherin,
gerne beantworte ich Ihre Rückfrage summarisch wie folgt:

1. Soweit tatsächlich ein Arbeitsverhältnis bestanden hat - wovon in nach Ihren Schilderungen zweifelsfrei ausgehe - , können die Ihrerseits getätigten Ausgaben (Gehalt + Sozialausgaben) nicht verworfen werden, da es sich um Betriebsausgaben gehandelt hat.

2. Fraglich ist allenfalls, ob Sie die Steuer korrekt abgeführt haben. Soweit Sie insoweit zuwenig entrichtet haben sollten, kann Sie das Finanzamt hierfür in die Haftung nehmen. Ob dies der Fall ist, kann aber nicht im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung abschließend beurteilt werden.


Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Freundliche Grüße
Weichel
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2016 | 18:01

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Das Arbeitsverhältnis hat bestanden und besteht immer noch mit Stundenzetteln, Vertrag und allem, was erforderlich ist. Steuerpflicht besteht nicht weil das Gehalt die einzige Einnahmequelle meines Schwagers ist und er ansonsten zusammen mit seiner Lebensgefährtin (nicht Ehefrau) lebt und auch keine sonstigen Leistungen bezogen werden. Kann das Finanzamt mich trotzdem dazu zwingen, für die zurückliegenden Jahre das Gehalt nach Steuerklasse 6 zu versteuern, weil kein Elstamabruf erfolgt Ist?

Ich bedanke mich sehr für ihre Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2016 | 09:08

Sehr geehrter Fragesteller,

sie sollten tunlichst(!) einen Rechtsanwalt oder Steuerberater vor Ort aufsuchen!

Sie sind selbstverständlich zur Sicherung des Steueraufkommens verpflichtet, die Lohnsteuer abzuführen. Ihr Arbeitnehmer kann sich dann die aufgewendete Steuer am Jahresende vom Finanzamt zurückholen. Letzteres entbindet Sie aber nicht von der Pflicht, die Steuer abzuführen.
Es ist durchaus denkbar, dass Sie hier - Je nach Steuerklasse - Lohnsteuer abführen mussten. Insoweit hätten Sie die Abzugsmerkmale gebraucht.

Lassen Sie Ihre Unterlagen unbedingt prüfen! Es ist sogar denkbar, dass eine Steuerhinterziehung bzw. Verkürzung im Raume steht. (Was aber nicht sein muss).


Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben.

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