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Elektrorollos defekt, was geschieht nach Ablauf der Gewährleistung


17.08.2007 20:15 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Einen schönen guten Abend,
ich habe folgendes Problem:
In meinem Neubau von 2003 wurden 13 Elektrorollos eingebaut. Diese geben nach und nach den Geist auf (bisher 4, davon 2 bereits zum 2. Mal) immer mit demselben Problem. Sie wurden bisher jedesmal vom Rolladenbauer repariert. Aber ich habe den Eindruck, dass mir das bei den restlichen 9 auch noch blüht. Die Gewährleistung gilt noch 1 Jahr, und danach muss ich alles - und das ist absehbar - selbst zahlen. Ich habe aber den Eindruck, dass die Rollos von minderer Qualität sind (preislich allerdings auf höherem Niveau lagen)und möchte nun wissen welche Möglichkeiten ich habe. Kann ich verlangen, dass alle Rollos gegen bessere ausgetauscht werden? Kann ich verlangen, dass alle gegen Rückzahlung des Preises, ausgebaut werden, damit ich von einer anderen Firma bessere einbauen lassen kann? Oder kann ich einen Teil des Geldes zurückfordern?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen
Liebe Grüße

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich vorausschicken, dass mir nicht bekannt ist, auf welcher Vertragsgrundlage die Rollos eingebaut wurden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Ganz allgemein möchte ich Ihnen zu einer ersten rechtlichen Orientierung folgendes ausführen:

Solange die Rollos nicht wirklich defekt sind können Sie auch keine Gewährleistungsansprüche geltend machen. Rein auf den Verdacht hin, dass auch die übrigen Rollos mangelhaft sein könnten, ist kein Unternehmer verpflichtet diese auszubauen.

Es kann natürlich sein, dass auch technisch bereits jetzt absehbar ist, dass die übrigen Rollos in naher Zukunft "ihren Geist aufgeben". Dies würde ggf. ebenfalls bereits jetzt einen Mangel darstellen, sofern hier eine technische Minderwertigkeit vorliegt die zwangsläufig zu einem defekt führt.

Wenn der Unternehmer dies auch so sieht und die Rollos austauscht ist das auch kein Problem. Wenn er dies aber anders sieht, müssten Sie in einem gerichtlichen Klageverfahren unter Beweiskraft eines einzuholenden gerichtlichen Sachverständigengutachten Ihre Gewährleistungsansprüche geltend machen. Dann hinge alles von dem Sachverständigengutachten ab, welches die Frage zu klären hätte, ob Sie Recht haben.

Liegen Sie allerdings falsch mit Ihrem Verdacht und es besteht kein Mangel an den übrigen Rollos hätten Sie sämtliche Kosten für das Verfahren zu tragen.

Ob hier Rollos von minderer Beschaffenheit eingebaut wurden ist auch nicht so leicht zu klären. In jedem Fall müsste als erstes damals überhaupt eine bestimmte Beschaffenheit, Qualität oder ein bestimmter Rollotyp vereinbart worden sein. Sollte allerdings allgemein nur vereinbart gewesen sein, dass Fenster mit Rollos eingebaut werden, so schuldet der Unternehmer grundsätzlich lediglich den Einbau von Rollos mittler Art und Güte. Hierbei könnten Sie lediglich Ansprüche geltend machen, wenn, wie oben dargestellt, ein Mangel an den Rollos vorliegt.

Das heißt, Sie können nach meiner ersten Einschätzung derzeit nicht verlangen, dass die Rollos ausgetauscht werden.

Vom Vertrag zurücktreten können Sie ebenfalls grundsätzlich nicht.

Damit Ihre Ansprüche nicht ggf. in einem Jahr verjähren, könnten Sie allerdings mit dem Unternhmer schriftlich eine Gewährleistungsverlängerung, um einen bestimmten Zeitram vereinbaren. Hierzu würde ich Ihnen ausdrücklich raten.

Wenn der Unternehmer dies ablehnt, sollten Sie sich bei einem Kollegen vor Ort nochmals beraten lassen, der dann auch eine individuelle Sachverhaltsprüfung vornehmen kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen, auch wenn mein Fazit wohl nicht dem von Ihnen gewünschten Ergebnis entsprechen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt
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