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Elektriker Rechnung

| 02.12.2009 10:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,

aufgrunddessen, dass ich seit Einzug (in eine Neubauwohnung im Jahr 2006 ) immer wieder heftige Probleme mit der Elektrik habe (Lampen flackern, Birnen brennen in kurzen Zeitabständen immer wieder durch) war mehrfach ein Elektrobetrieb der Hausverwaltung bei mir. Man konnte keinen Fehler feststellen. Nunmehr sind innerhalb von 3 Wochen 8 Birnen durchgebrannt. Eine Tochter sitzt seit Tagen im Dunkeln. Die Hausverwaltung hat mich gebeten aufgrund des Berichtes des damals eingesetzten Elektrikers, dass ich "privat" einen Elektriker beauftragen soll, der den korrekten Anschluss aller Lampen prüft und auch ob "billige" Leuchtmittel für das ständige Durchknallen und Flackern verantwortlich sein können.

Meine Frage ist:
Wenn auch von dem Betrieb nichts gefunden wird, muss ich die Rechnung privat zahlen?

Erst nach dem Bericht meines Elektrikers will man weiter dort tätig werden, in dem man Kontakt mit dem hiesigen Stromversorger aufnimmt (Beantragung eines Spannungsmessgerätes).

Gespannt auf Ihre Anwtort verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Zunächst muss vorangestellt werden, dass wenn Sie einen Elektriker beauftragen, Sie mit diesem auch ein entsprechendes Auftragsverhältnis begründen, aus welchem sich die wechselseitigen Pflichten ergeben. Insoweit ergibt sich neben der Prüfleistung des Elektrikers für Sie die Entlohnungs-, sprich Zahlungsverpflichtung aus dem Vertragsverhältnis.

Diese Kosten können Sie seitens des Vermieters dann erstattet verlangen, wenn durch den Elektriker Mängel an der Mietsache festgestellt werden, die durch den Vermieter zu vertreten sind, insbesondere wenn ein marodes Stromnetz oder eine unzureichende Absicherung im Sicherungskasten vorliegt.

Werden keine Mängel festgestellt, hätten Sie folglich die Kosten der Beauftragung zu tragen, da dann feststünde, dass der Vermieter nichts für die (offensichtlichen) Stromschwankungen kann. Insofern trifft den Vermieter dann auch keine Haftung für die „Feststellungskosten“.

Ich empfehle Ihnen sofern Sie einen eigenen Stromlieferungsvertrag mit dem Versorgungsunternehmen haben, dass Sie selbst dringend mit diesem Kontakt aufnehmen und die Angelegenheit prüfen lassen. Ein solcher Anspruch ergibt sich aus dem Vertragsverhältnis. Diese würden das Leitungsnetz auch prüfen.

Ferner sollten Sie hinsichtlich der eigenen Beauftragung eines Fachbetriebes die Kosten vornehmlich mit Ihrem Vermieter schriftlich abklären, um etwaige Missverständnisse später zu vermeiden.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben Ihnen eine ersten rechtlichen Überblick in dieser Rechtsangelegenheit gewähren zu können. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2009 | 11:07

Sehr geehrter Herr Lembcke,

recht herzlichen Dank für Ihre schnelle! Rückmeldung.
Sie ist grundsätzlich beantwortet worden.

Eine Nachfrage habe ich jedoch:

Habe ich Sie richtig, verstanden, dass ich den Vermieter
darüber informieren soll, dass ich
a) seinem Wunsch nach der privaten Beauftragung nachgekommen bin und
b) ihn ebenfalls davon in Kenntnis setzen sollte, dass ich den Rechnungsbetrag (vom Vermieter) zurückfordern werde, WENN dortsseits zu vertretender Mangel, festgestellt wird?

Herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2009 | 11:19

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen nachfolgend beantworten:

Grundsätzlich sollten Sie den Vermieter über eine Beauftragung und vor allem über das Ergebnis der Prüfung durch den Elektriker informieren. Vor allem dann, wenn das Ergebnis der Prüfung für Sie positiver Natur ist.

Vor der Beauftragung sollten Sie den Vermieter auch darauf hinweisen (schriftlich), dass sofern seitens des Elektrikers Mängel an der Mietsache festgesellt werden, Sie die Kosten der Mängelprüfung erstattet verlangen werden, sofern nicht eine besondere Vereinbarung über die Kosten getroffen wird.

Einen Erstattungsanspruch hätten Sie regelmäßig bei entsprechender Mängelfeststellung.

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