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Einziehen von Pflichtteilsansprüchen

| 16.08.2009 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrter(e) Anwalt/Anwältin,

In einem Erbfall gibt es drei Abkömmlinge. Einer ist per Testament zum alleinigen Erben bestimmt, die anderen beiden sollen nur den Pflichtteil erhalten.
Der Nachlass besteht aus ca. 20.000,00€ Barvermögen und einem Haus mit Grundstück, und ist ca. 80.000,00€ wert.

Die Pflichtteilsberechtigten wollen Ihre Ansprüche nicht selber, sondern mittels Anwalt geltend machen:

Ist es für die Pflichtteilsberechtigten auf diese Sachlage bezogen, ein Vorteil wenn Sie Ihren Anspruch gemeinsam von einem Anwalt vertreten lassen, außer den evtl. etwas geringeren Gebühren, oder sollte jeder seinen Anspruch mit einem eigenen Anwalt einfordern?
Was sind die Vor-und Nachteile davon?

Zusatzfrage:
Sollte man einen Anwalt in der Nähe des zuständigen Amtsgerichtes wählen oder ist das egal, was sind da die Vor-und Nachteile ?

Ich bedanke mich für Ihre Mühe und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Grundsätzlich bestehen keine Bedenken dagegen, wenn beide Pflichtteilsberechtigte mit der Geltendmachung der jeweiligen Pflichtteilsansprüche gegen den Erben einen Anwalt beauftragen.

Vorteil daran ist, dass die Anwaltskosten insgesamt niedriger sind , als wenn beide Pflichtteilsberechtigten jeweils unterschiedliche Anwälte beauftragen. Für die Anwaltskosten bei Beauftragung eines Anwalts haften beide Auftraggeber gesamtschuldnerisch.

Ein Nachteil ist in erster Linie nicht zu erkennen. Lediglich dann, wenn zwischen den beiden Pflichtteilsberechtigten selbst Streit über die Höhe von möglicherweise anzurechnenden Zuwendungen auf den Pflichtteil besteht und die beiden Pflichtteilsberechtigten unterschiedliche Rechtsauffassungen vertreten könnte sich ein Interessenskonflikt ergeben, die dazu führt, dass bei widerstreitenden Interessen ein Pflichtteilsberechtigter einen anderen Anwalt beauftragen müsste.

Sofern jedoch keine unterschiedlichen Interessen bei den Pflichtteilsberechtigten bestehen, steht einer Geltendmachung von einem Anwalt nichts entgegen.

Zusatzfrage:
Grundsätzlich ist es egal, an welchem Ort Sie einen Anwalt beauftragen. Regelmäßig wird dies ohnehin am Wohnsitz des jeweiligen Pflichtteilsberechtigten sein.

Sofern Sie einen Anwalt beauftragen, der nicht am Wohnort eines Pflichtteilsberechtigten seinen Sitz hat, kann es unter Umständen dazu führen, dass im Fall eines gerichtlichen Verfahrens die Kosten für einen möglicherweise unterbevollmächtigten Anwalt für den Termin oder die Fahrtkosten nicht durch die Gegenpartei erstattet werden müssen oder jedenfalls nur in der Höhe, wie sie auch für einen Anwalt anfallen würden, der am Ort des Pflichtteilsberechtigten seinen Sitz hat.

Einen Anwalt beim zuständigen Amtsgericht muss jedoch nicht beauftragt werden.

Gründe die dafür sprechen liegen auch nicht auf der Hand.

Nachteile bei der Beauftragung eines Anwalts, der nicht vor Ort ist, ergeben sich kaum.
Lediglich der persönliche Kontakt wird meist etwas eingeschränkter sein, so dass die Kommunikation in der Regel per Email, Fax, Telefon oder Post erfolgt.

Auf diesem Wege müssten auch entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt werden.

Wer jedoch dem Einsatz dieser Medien offen gegenübersteht, hat damit auch keine Probleme zu befürchten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.08.2009 | 13:15

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