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Einzelunternehmen in Deutschland. Vorübergehend in den USA arbeiten.

12.05.2018 17:04 |
Preis: 48,00 € |

Internationales Recht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer


Zusammenfassung: Arbeiten in den USA geht nur mit VISA; ESTA genügt nicht. Mieten ist möglich.

Hallo zusammen!

Ich habe ein Einzelunternehmen im Bereich Web-Entwicklung. Kunden habe ich auch und arbeite die Aufträge vom Homeoffice aus ab.

Ich würde gerne für 3 Monate in die USA reisen, dort einen Arbeitsplatz in einem WeWork Co-Working Büro anmieten und von dort aus weiter meine Aufträge abarbeiten.
Abgerechnet wird wie von zu Hause aus nach deutschem Recht.

Damit ich auch ein Dach über den Kopf habe würde ich ein Zimmer über Airbnb mieten.

Ziel ist es neue Kontakte (geschäftlich und privat) zu knüpfen und meine Englisch-Kenntnisse zu verbessern.
Sofern es sich anbietet möchte ich auch Messen und Seminare besuchen.

Ich würde also gerne wissen ob ich überhaupt ein Büro in den USA auf begrenzte Zeit anmieten darf um von dort aus weiter meiner Arbeit, die in Deutschland abrechnet und bezahlt wird, nachgehen darf.
Außerdem würde mich interessieren ob ich diese Reise steuerlich als Geschäftsreise verbuchen kann oder zumindest Teile davon.

Vielen Dank & freundliche Grüße

Gerne zu Ihren Fragen:

Wenn Sie in die USA einreisen möchten, um zu arbeiten oder zu studieren, ist fast immer ein Visum nötig. Dies gilt auch, wenn Sie weniger als 90 Tage bleiben möchten und selbst wenn der Job nicht bezahlt wird.
Mit anderen Worten: Eine erteilte ESTA-Genehmigung (die kein VISA ist! Die ESTA-Genehmigung erlaubt lediglich den Reiseantritt per Flugzeug oder Schiff in die USA im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen. Anschließend treffen Zoll- und Grenzschutzbeamte in den USA die Entscheidung über die Einreise.) reicht nicht aus.
Einen Mietvertrag nach US-Recht können Sie demgegenüber schon abschließen. Sollten Sie per VISA eine Arbeitserlaubnis (auch unter 90 Tage) erhalten, sind Sie für diese Arbeit in den USA steuerpflichtig, brauchen allerdings nach dem DBA (Doppelbesteuerungsabkommen USA/Deutschland) diese Steuer in Deutschland nicht noch einmal zu entrichten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.05.2018 | 21:07

Ich verstehe das mit der Arbeitserlaubnis noch nicht so ganz. Ich arbeite ja lediglich auf amerikanischem Boden für mein Einzelunternehmen welches seinen Sitz in Deutschland hat. Ich arbeite NICHT für ein US Unternehmen!

Wenn ich Sie richtig verstehe darf ich ohne gültige Arbeitserlaubnis meine Aufträge von deutschen Auftraggebern, die von jedem Computer mit Internetzugang auf der ganzen Welt erledigt werden können, nur in Deutschland erledigen? Von den USA aus würde das dann nur mit einer gültigen Arbeitserlaubnis gehen und ich müsste die Steuern der Einnahmen für den Zeitraum meines Aufenthaltes in den USA an die USA abführen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2018 | 03:42

Gerne zu Ihrer Nachfrage:
Sie haben mich richtig verstanden. Es kommt darauf an, wo Sie Ihre Arbeit verrichten, nicht wo und wie Sie abrechnen, also die Rechnungen erstellen. Im Zweifel wenden Sie sich an das Generalkonsulat der USA in Frankfurt a.M. oder an ein US-Konsulat in Ihrer Nähe. Die geben gerne Auskunft. Klären Sie Ihre Zweifel vorher. Hier in den USA ist man ziemlich genau mit solchen Sachen.
Frdl. Grüße
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt


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