Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.824
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einzelne Fragen zur mündlichen Verhandlung - Amtsgericht

| 06.04.2018 19:49 |
Preis: 25,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Hallo,

ich habe Fragen zum Ablauf der mündlichen Verhandlung bzw. zuvor.

Der Beklagte erhielt vom Amtsgericht ein Schreiben mit dem Termin zur mündlichen Verhandlung (geht nur um einen zweistelligen €-Betrag).
Hierzu soll ein vom Beklagten vorab genannter ZeugeA geladen werden.
Hier wird eine Frist zum Einzahlen der Entschädigung für den ZeugenA genannt. Wenn der Beklagte nun den ZeugenA nicht vorladen lassen will und auf ihn verzichtet (bzw. anderen benennt), wie soll vorgegangen werden?
- Einfach das Geld nicht einzahlen?
- Richter schriftlich mitteilen, dass man auf diesen ZeugenA verzichtet und den anderen nimmt?

Gilt diese Frist für beide Parteien; d.h. wenn Beklagter auf diesen ZeugenA verzichtet, kann nachträglich der Kläger diesen Zeugen laden? (Es geh darum, dass der Zeuge nicht will und der Beklagte respektiert dies, da es bei der Sache nur um ganz geringen Streitwert geht.)

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Wenn das Geld nicht eingezahlt wird, wird der Richter diesen Zeugen nicht laden. Wenn stattdessen ein anderer Zeuge benannt werden soll, sollte der Richter vorher schriftlich informiert werden, damit er ihn lädt. Das muss mit ausreichender Frist vor dem Termin geschehen. Auch hier wird aber voraussichtlich eine Zahlungsanforderung erfolgen oder eine Verzichtserklärung verlangt werden.

Der Kläger kann keine Zeugen laden. Das kann nur der Richter. Allerdings kann auch der Kläger einen Zeugen benennen. Wenn er das tut, wird der Richter diesen Zeugen voraussichtlich ebenfalls laden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2018 | 20:43

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Im vorhergehenden Schriftverkehr wurden von jeder Seite Zeugen genannt. Kläger wird ZeugeB laden lassen.

Kurze Nachfrage: Erfährt nun vorab der Kläger, wenn der Beklagte den ZeugenA nicht laden lässt bzw. könnte somit der Kläger zusätzlich zu seinem ZeugenB noch den ZeugenA vom Gericht laden lassen? Oder geht das nicht, da es Zeuge des Beklagten war? (E geht nur darum, ob der ZeugeA dennoch erscheinen muss auch wenn ihn der Beklagte nicht benötigt?).

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.04.2018 | 21:26

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Wenn schriftsätzlich auf den Zeugen verzichtet wird, erfährt der Kläger dies, weil ihm der Schriftsatz zur Kenntnis übersandt wird. Er kann dann darauf reagieren und seinerseits den Zeugen (zusätzlich) benennen.

Der Zeuge hat im übrigen kein "Wahlrecht", ob er aussagen möchte. Wenn kein Zeugnisverweigerungsrecht (z. B. wegen Verwandtschaft mit einer der Parteien) besteht, ist er zur Aussage verpflichtet, wenn er vom Gericht geladen wird.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 06.04.2018 | 21:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Super, Danke."
Stellungnahme vom Anwalt: