Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einvernehmliche Versetzung rückgängig machen?

20.09.2020 22:31 |
Preis: 50,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Abend,

ich arbeite unbefristet im öffentlichen Dienst. Mir wurde vor zwei Jahren angeboten, die Abteilung zu wechseln, weil eine Mitarbeiterin aufgrund einer Risikoschwangerschaft ausfiel. Sie würde auch nicht mehr zurück kehren, weil sie um einen Arbeitsplatzwechsel gebeten hatte, da der Arbeitsweg zu weit wäre und sich die Atmosphäre beiderseitig verschlechtert hat. Man könne mir jedoch keine Änderung des Arbeitsvertrages hinsichtlich der neuen Weisungsbefugten anbieten, weil man die Risikoschwangere schonen wolle. Eine Beweislage liegt mir persönlich nicht vor. Alles wurde mündlich vereinbart. Ich vermute allerdings, dass die damalige Referentin Mitschriften hat. Sie allerdings macht inzwischen einen anderen Job im Unternehmen und der jetzige Referent beruft sich auf den bestehenden AV.

Meine damalige Vorgesetzte war froh um den Wechsel, da sie meine Stärken eher in der neuen Abteilung sah. Sie verabschiedete mich formell in einem Teammeeting. Von einer Befristung der neuen Position war nie die Rede. Ich weiß nur durch eigenen Kontakt zu meiner Vorgängerin, wann sie zurück kommt.

Inzwischen will die vorherige Stelleninhaberin nach der Elternzeit ihren Job zurück, weil der Arbeitsweg aufgrund Homeoffice nicht mehr relevant ist und eine neue, sympathischere Chefin eingesetzt wurde, die keinerlei Absprachen kennt. Sie will sich nicht positionieren und zwischen uns entscheiden. Die Stelleninhaberin rückte allerdings ein, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie sich etwas anderes sucht.

Mein AG beruft sich auf die Aktenlage, sodass ich Anfang des Jahres an die Position zurück müsste, bei der ich vermeintlich Schwächen habe. Das möchte ich nicht, denn ich bin mit Aufgaben und Team zusammen gewachsen.

Welche Möglichkeiten und Chancen habe ich, damit ich bleiben kann? Mit welchen Argumenten kann ich meinem AG begegnen, um zu sensibilisieren?

Liebe Grüße!
20.09.2020 | 23:16

Antwort

von


(15)
Hauptstraße 71
73087 Bad Boll
Tel: 071649150904
Web: https://www.arbeitsrecht-traub.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

Auf Basis des geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage gern wie folgt beantworten:

Zeitlich befristete Änderungen der Arbeitsbedingungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Das TzBfG gilt hier analog. Ist die befristete Versetzung nicht schriftlich erfolgt, ist die Befristung unwirksam. Ich kann dem Sachverhalt leider nicht 100%ig entnehmen, ob das der Fall war.

Aber: Auch wenn keine Befristung vereinbart war, kann der Arbeitgeber Sie versetzen. Der Arbeitgeber hat aufgrund des sog. Weisungsrechts immer das Recht Ihnen im Rahmen der vom Arbeitsvertrag und Ihren Fähigkeiten gesetzten Grenzen nach Abwägung der beiderseitigen Interessen eine andere Aufgabe zuzuweisen.

Das gilt aber sowohl für Sie als auch für Ihre Kollegin, die aus der Elternzeit zurück kommt. Sie hat genauso viel - oder wenig - Anspruch auf diese Position wie Sie. Dennnach der Elternzeit kann man nicht genau die gleiche Stelle beanspruchen sondern nur eine gleichwertige.

Sie können sich dann erfolgreich gegen eine (Rück)versetzung wehren, wenn Ihre Interessen daran die jetzige Stelle zu behalten die Interessen des Arbeitgrbers, Sie zu versetzen überwiegen. Z.B. wenn Sie von Ihren ehemaligen Kollegen/Vorgesetzten gemobbt worden sind. Ihre Schilderung klingt allerdings nicht nach so einem Extrem. Leider erwirbt man auch durch langjährige Tätigkeit auf ein und derselben Position nicht das Recht diese auch in Zukunft zu behalten. Ich kann leider Ihrer Schilderung keine weiteren Argumente entnehmen. Falls Ihre alte Stelle schlechtere - gerade finanzielle - Entwicklungsmöglichkeiten oder Aufstiegsmöglichkeiten bieten würde, wäre das ein gutes Argument gegen eine Versetzung.

Sie können sich auch an den Personalrar wenden. Vielleicht fällt denen ein Argument ein. Außerdem muss der Personalrat der Versetzung zustimmen, damit diese umgesetzt werden kann. Es kann also nicht schaden, ihn wissen zu lassen, das Sie die Versetzung nicht wollen.×

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ann Kathrin Traub
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Ann Kathrin Traub

ANTWORT VON

(15)

Hauptstraße 71
73087 Bad Boll
Tel: 071649150904
Web: https://www.arbeitsrecht-traub.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 78978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr schnelle und gut verständliche Antworten auf meine Fragen. Besten Dank. ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Gute und schnelle Beantwortung meiner Fage. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Eine prompte , fundierte Beantwortung . Die Rückfrage des Anwalts zu weiterem Sachverhalt zeigte sein Interesse und führte zu einer präzisen Stellungnahme . ...
FRAGESTELLER