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Eintritt des Erbfalls

13.08.2014 09:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft das Erbrecht (Vorerbe, Nacherbe, Erbschein, Vorerbenerbschein, Nacherbenerbschein) bzw. Ihre Rechte als Nacherbe (gemeinsam mit weiteren Nacherben).

Kann ich als Nacherbe einer Immobilie (ich bin grundbuchmäßig eingetragen) umgehend nach Eintritt des Erbfalls (Tod der Vorerbin) die Schlösser der Immobile auswechseln lassen, selbst wenn die Verstorbene testamentarisch über die Mobilien anderweitig verfügt hat und diese Begünstigten einen Schlüssel haben sollten?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),


vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:


Ihre Frage betrifft das Erbrecht (Vorerbe, Nacherbe, Erbschein, Vorerbenerbschein, Nacherbenerbschein) bzw. Ihre Rechte als Nacherbe (gemeinsam mit weiteren Nacherben).


Der Erblasser (E) kann Erben in der Weise einsetzen, dass jemand erst Erbe (Nacherbe N) wird, nachdem zunächst ein anderer Erbe (Vorerbe V) geworden ist. Der Vorerbe ist also Erbe auf Zeit, bis zum sog. Nacherbfall. Gesetzliche Regelungen finden sich in §§ 2100 ff BGB.

Der Vorerbe V ist verpflichtet, den Nachlass bis zum Nacherbfall ordnungsgemäß zu verwalten. Der Nacherbe N hat eine selbstständige rechtliche Stellung (ein sogenanntes Anwartschaftsrecht).

Sollte bzw. könnte strittig werden, welche Gegenstände zur Nacherbschaft gehören (z.B. Einbauküche - Mobiliar oder wesentlicher Bestandteil des Grundstück § 94 BGB), aber auch sonst sollten Sie zunächst einen (Nacherben-)Erbschein beantragen und auch, dass der dem Vorerben V erteilte Erbschein eingezogen wird, denn auch für Nacherben ist der Erbschein Ausweis bzw. Legitimation im Rechtsverkehr Rechtsnachfolger geworden zu sein.

Bezüglich der beweglichen Sachen, die sich ggf. noch in der Wohnung befinden stellt sich die Frage wer nach dem Willen des E Erbschaftsbesitzer bis zur Trennung des Nachlasses geworden ist bzw. wer die Trennung vornehmen sollte §§ 2018ff BGB. Unklar ist, ob die Erteilung eines Schlüssels bzw. die Verfügung über eine Schlüsselgewalt als Mitbesitz an der Immobilie gelten muss, weil E z.B. wollte dass sich die Erben der Mobilien diese selbst aus der Wohnung holen. Hier wäre eine genaue Prüfung uns Auslegung des Testaments angezeigt, jedenfalls dann wenn man sich nicht über die genauen Modalitäten (Trennung, Räumung der Wohnung, Zwischenlagern der Möbel) einigen kann.


Ich hoffe, Ihnen einen verständlichen ersten Überblick der relevanten Rechtsfragen verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller relevanten Unterlagen und gegebenenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann. Gerne weise ich Sie auf die Möglichkeit hin eine Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.08.2014 | 18:26

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, danke für Ihre umgehende, umfassende Antwort. Vielleicht lag es an meiner Fragesstellung, dass ich noch einmal nachfragen muss. Daher bitte ich Sie nur um die Beantwortung des ersten Teils der Frage, ohne den hypothetischen Nachkommasatz, nur ob ich als alleiniger Nacherbe, ohne weitere Kenntnis über die Aufteilung von Hausrat etc., der mir übrigens vollkommen Wurst ist, mir mit Hilfe eines nachzumachenden Schlüssels, Zugang zu dem Haus verschaffen kann, da mit dem Eintritt des Todes der Vorerbin für mich der Erbfall eingetreten ist. So steht es im Testament des Erblassers und inzwischen auch im Grundbuch. Danke und freundlicher Gruß.....

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2014 | 01:13

Sehr geehrter Fragensteller,


aus meiner Sicht sind Sie (Erbschafts-)Besitzer der Immobilie neben neben den (Erbschaftsbesoitzern) der Gegenstände.

Um im Rechtsverkehr vorgehen zu können bleibt es bei meiner Empfehlung zunächst einen Erbschein zu beantragen.

Falls Sie die Wohnung betreten würde ich raten ggf. neurtale Personen hinzuzuziehen und ein Nachlassverzeichnis/Inventar aufzustellen.

Sollten Sie - was unklar ist - alleiniger Erbe sein (im Sinne der Rechtsposition des Erben) hätten Sie m.E. die Erfüllung der Vermächtnisse o.ä. zu organisieren.


Mit freundlichen Grüßen


RA P. Plautenschlaeger.

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