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Eintritt Haftpflichtversicherung während Berufsausübung

11.03.2016 19:17 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe fahrlässig in der Büroküche meines Arbeitgebers einen Brandschaden verursacht (Schadenshöhe ca. 25.000,-). Die Benutzung der Küche ist für meine Arbeit grundsätzlich nicht erforderlich, ich habe hier lediglich ein durch den AG bereit gestelltes Getränk geholt. Das Verfahren gegen mich wurde gem. § 153 Abs. 1 StPO eingestellt. Der AG hat keine Hausratversicherung für das Büro abgeschlossen und daher seinen Schaden bei meiner Haftpflichtversicherung geltend gemacht (Inventarschaden ca. 4.500,00). Meine Haftpflichtversicherung hat eine Zahlung abgelehnt mit der Begründung, dass ich lediglich als Privatperson Versicherungsschutz habe, nicht aber während der Ausübung meiner beruflichen Tätigkeit.
Frage 1: Ist dies tatsächlich so möglich? Wie soll/kann man sich dann gegen evtl. Schadensfälle absichern?
Frage 2: Besteht die Gefahr, dass sowohl mein AG als auch die Versicherungen des Gebäudeeigentümers mich persönlich für den entstandenen Schaden haftbar machen können?
Besten Dank für Ihre Beratung. Mfg.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorausgeschickt sei, dass die Versicherungsbedingungen nicht einheitlich ausgestaltet sind, sondern von Versicherer zu Versicherer variieren können. Ich kann Ihre Frage daher nur allgemein anhand der üblicherweise geltenden Musterbedingungen beantworten. Wenngleich davon auszugehen ist, dass diese in der hier zu beantwortenden Frage identisch mit Ihren sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die konkret für Sie geltenden Bedingungen einen anderen Schluss zulassen.

Die vorgenannten Versicherungsbedingungen zu Grunde gelegt, ist versichert alleine die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers als Privatperson und nicht aus den Gefahren eines Berufes. Der Versicherer müsste demnach dann nicht leisten, wenn der Schaden aus dem beruflichen Lebensbereich resultiert. Dies ist in Ihrem Fall dem ersten Anschein des von Ihnen geschilderten Sachverhalts nach zu verneinen, da sich gerade keine Gefahr ihrer beruflichen Tätigkeit als solche realisierte. Jedenfalls ist nicht erkennbar, dass ihr Handeln dazu bestimmt war, dem Interesse des Betriebes zu dienen. So wie ich den Sachverhalt verstehe, trat der Schaden bzw. beruhte die schadensstiftende Handlung nur bei Gelegenheit einer betrieblichen Verrichtung ein. Eine Betriebsbezogenheit ihrer Tätigkeit vermag ich somit nicht zu erkennen.

Allerdings könnte sich durchaus bei genauer Betrachtung des Sachverhalts eine andere Einschätzung ergeben. Für eine abschließende Beurteilung wäre es demnach notwendig, weitere Sachverhaltsaufklärung zu betreiben. Die bisherigen Angaben reichen für eine abschließende Beurteilung noch nicht aus. Insbesondere wird in dieser Hinsicht zu beleuchten sein, ob die konkrete Tätigkeit einem betrieblichen Zweck diente oder eher privater Natur war.

Sollte Ihre private Haftpflichtversicherung den Deckungsschutz ablehnen können, wären sie prinzipiell schadensersatzpflichtig. Allerdings kämen Ihnen hier Haftungsbegrenzungen zugute. Arbeitnehmer können der Höhe nämlich nur begrenzt haftbar gemacht werden. Wo diese Grenze zu ziehen ist, richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Entscheidend sind unter anderem der Verschuldensgrad sowie der Verdienst des Arbeitnehmers im Vergleich zum angerichteten Schaden.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse. Diese finden Sie auf meinem Profil, das Sie durch einen Klick auf meinen Namen erreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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