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Eintragung von Sicherungshypotheken

19.02.2011 22:03 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Hallo!

Es sollen wegen fehlender Unterhaltszahlungen Sicherungshypotheken auf den Grundstücksanteil des Vaters (2 Kinder) eingetragen werden.
Das Grundstück besteht aus 2 "Grundstücksteilen" mit je einer Grundstücks-Nr., die m.E. nicht einzeln veräußert werden können.
Die Grundstücksgrößen sind annähernd gleich groß. Auf dem einem Grundstück steht jedoch das Wohnhaus, das andere Grundstück ist nur mit 2 Schuppen bebaut.
Wie sollte eine sinnvolle Eintragung bzw Auffteilung der Sicherungshypotheken erfolgen?
Die Höhe der Hypothek beträgt je Kind bisher ca 2.300 Euro.
Ist es möglich die Forderungen dynamisch eintragen zu lassen (sprich bei Ablösung wird der aktuelle Unterhaltsausfall eingefordert) oder gilt die Höhe zum Zeitpunkt der Eintragung?

Vielen Dank für die Unterstützung!
19.02.2011 | 23:44

Antwort

von


(106)
Anwandener Straße 43
90431 Nürnberg
Tel: 0911 25395207
Web: http://www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Wenn mehrere Grundstücke eines Schuldners mit einer Hypothek belastet werden sollen, ist der Betrag der Forderung gem. § 867 II ZPO auf die einzelnen Grundstücke zu verteilen, wobei der Gläubiger bestimmt, wie verteilt wird. Da gem. § 866 III ZPO eine Zwangshypothek nur eingetragen werden darf, wenn die Forderung 750 EUR übersteigt, ist die Gesamtforderung, falls sie aufgeteilt werden soll, so aufzuteilen, dass auf jedem zu belastenden Grundstück mindestens 750,01 EUR eingetragen werden.

Die Eintragung der Hypothek ist eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme und Zwangsvollstreckung ist gem. § 751 I ZPO nur für bereits fällige Forderungen zulässig. Es kann daher nur der Betrag eingetragen werden, der bereits fällig ist.

Wie man die Forderungen am besten auf die beiden Grundstücke verteilt, kann über diese Plattform nicht abschließend beantwortet werden, dazu müsste man die genauen Verhältnisse kennen. Bei der Entscheidung ist auf jeden Fall zu beachten, ob und in welcher Höhe es bereits vorrangige Eintragungen gibt. Wenn insoweit keine Unterschiede bestehen, würde ich die Hypothek eher auf dem Grundstück eintragen lassen, auf dem das Wohnhaus nicht steht. Denn falls die Teile doch einzeln verkauft werden können, lässt sich das wahrscheinlich leichter verkaufen und der Schuldner könnte bei einer eventuellen Zwangsversteigerung auch nicht so leicht einen Antrag auf Vollstreckungsschutz wegen unzumutbarer Härte gem. § 765a ZPO stellen, wenn sein Wohnhaus nicht betroffen wäre.

Ich hoffe, Ihnen damit einen Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

Bei Bedarf nutzten Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort nur eine erste Einschätzung ist, die ausschließlich auf den von Ihnen gegebenen Informationen beruht und eine umfassende juristische Beratung nicht ersetzten kann. Jede noch so kleine Änderung des Sachverhalts kann zu einer vollkommen anderen rechtlichen Beurteilung führen.


ANTWORT VON

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