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Eintragung einer Hypothek ins Grundbuch bei Eigentumsgemeinschaften

| 25.02.2013 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel


Habe 1998 mit meiner damaligen Freundin ein Haus gekauft.
Wir stehen beide zur Hälfte Im Grundbuch.
Seit 2005 sind wir getrennt, leben aber beide noch in dem Haus.
Ich bin immer von einer gütlichen Einigung ausgegangen. Hauptsächlich
wegen Ihrer Kinder, und der noch bestehenden Restschuld.
Nun meine Frage . Kann Sie ohne mein Wissen eine Hypothek oder sonst
eine Schuld eintragen lassen. Und was kann ich machen
um das zu verhindern oder , wie erfahre Ich davon im Vorraus.
Um nachher schlimmeren aus dem Weg zu gehen.
Wie sollte Ich mich verhalten.

Wäre euch über eine Antwort sehr dankbar, denn einen Anwalt will ich nicht schon
Im Vorfeld bemühen, und irgend welche Pferde scheu machen.

L.G. Martin

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung kann durch Ihre Anfrage nicht ersetzt werden.

„Kann Sie ohne mein Wissen eine Hypothek oder sonst eine Schuld eintragen lassen."

Der Bruchteil eines Grundstücks kann mit einer Hypothek belastet werden, wenn er in dem Anteil eines Miteigentümers besteht, § 1114 BGB. Ihre damalige Freundin kann als Bruchteilseigentümerin ihren Anteil also selbstständig belasten.

Dies gilt auch für die Grundschuld, da auf diese „die Vorschriften über die Hypothek entsprechende Anwendung finden, soweit sich nicht daraus ein anderes ergibt, dass die Grundschuld nicht eine Forderung voraussetzt", § 1192 I BGB.

„Und was kann ich machen um das zu verhindern oder , wie erfahre Ich davon im Vorraus. Um nachher schlimmeren aus dem Weg zu gehen. Wie sollte Ich mich verhalten. "

In ihrer derzeitigen Rechtsposition können Sie die Belastung des Eigentumsbruchteils nicht verhindern, wenn es dazu kommt. Die sicherste Möglichkeit wäre, dass Ihre damalige Freundin Ihnen deren Eigentumsanteil überträgt.

Weiter besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass zu Ihren Gunsten eine Vormerkung eingetragen wird gem. § 883 BGB. Voraussetzung hierfür ist (in dem von Ihnen geschilderten Fall), dass Sie einen Anspruch auf Übertragung des Eigentumsanteils gegen Ihre damalige Freundin haben. Die Vormerkung wäre die Vorstufe zur sofortigen Eigentumsübertragung und würde Ihnen einen späteren lastenfreien Eigentumserwerb sichern.

Weitere Möglichkeiten, das gesamte Grundstück der Verfügungsbefugnis Ihrer damaligen Freundin oder deren Gläubiger zu entziehen, kann ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltsangaben nicht erkennen.

Sowohl für die sofortige Übertragung des Eigentumsanteils als auch für die Eintragung einer Vormerkung ist es erforderlich, dass Sie sich mit Ihrer damaligen Freundin hierüber einigen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Bei Unklarheiten oder Verständnisschwierigkeiten nutzen Sie bitte die Nachfrage-Option.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Philipp Wendel

Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2013 | 16:57

Sehr geehter Herr Wendel,

Ich bedanke mich für die schnelle Antwort leider habe ich den Teil über
die Grundschuld nicht so richtig verstanden. Wäre sehr freundlich von
Ihnen, wenn sie mir diesen Punkt nochmal anders schildern.
Bin mit der Anwort ansonsten sehr zufrieden.

MfG Martin H.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2013 | 17:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Grundschuld ist ein der Hypothek ähnliches dingliches Sicherungsinstrument.

Der Unterschied zwischen Hypothek und Grundschuld ist, dass die Hypothek eine zu sichernde Forderung dem Grund und der Höhe nach voraussetzt (Akzessiorität). Eine Grundschuld kann auch ohne zugrunde liegende Forderung eingetragen werden. Aber auch bei der Grundschuld ist eine zu sichernde Forderung natürlich die Regel.

Jedenfalls könnte der Eigentumsbruchteil, der nicht Ihnen gehört, in einem für Sie ungünstigen Fall mit einer Hypothek oder einer Grundschuld belastet werden.

Ich hoffe, auch Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Philipp Wendel

Bewertung des Fragestellers 25.02.2013 | 17:16

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