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Eintrag ins Grundbuch erforderlich?

09.07.2008 16:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann hat, bevor wir uns kennengelernt haben, ein Haus gekauft. Zu erwähnen ist auch noch, dass mein Mann ein Kind von 9 Jahren mit seiner früheren Lebensgefährtin hat. Vor 2 Jahren bin ich in die Finanzierung mit eingestiegen (er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Jahre getilgt) und jetzt sind wir verheiratet. Ist eine Änderung des Grundbucheintrages empfehlenswert? Oder ist das wg. der Zugewinngemeinschaft nicht notwendig? Wenn man von den 4 Jahren, die er alleine getilgt hat und den 2 Jahren, die ich vor der Ehe getilgt habe, absieht. Ist soetwas mit einem Ehevertrag und Testament (wg. meinem Stiefsohn) zu regeln oder ist es besser, wenn ich auch im Grundbuch eingetragen bin?

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Auch wenn Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, haben Sie so gesehen keinen Anspruch auf die Hälfte des Hauses.

Dieses können Sie nur durch eine Eintragung ins Grundbuch erreichen, wenn Sie als Miteigentümerin zur Hälfte eingetragen werden.

Ein Zugewinn könnte durch die Wertsteigerung des Hauses eintreten, da durch die Zahlungen sich die Verbindlichkeiten die darauf lasten reduzieren.

Sofern jedoch mal angenommen andere Verbindlichkeiten durch Ihren Mann aufgenommen werden, nützt der zunächst angesprochene Zugewinn der Wertsteigerung des Hauses auch nichts, da die übrigen Verbindlichkeiten das Endvermögen reduzieren und somit den Zugewinn schmälern.

Sofern Sie mit in den Darlehensvertrag eingetreten sind, haben Sie natürlich im Innenverhältnis zu Ihrem Mann eine Anspruch auf Ausgleich, sofern Sie mehr als die Hälfte zahlen.

Für die eine Hälfte, für die Sie auch im Innenverhältnis zu Ihrem Mann haften, können Sie sich zur Absicherung der Zahlungen und der Sicherheit für Sie (zumindest solange Sie kein Miteigentümer sind) eine Grundschuld eintragen lassen.

Dadurch werden Sie aber nicht Eigentümer, sondern können ggf. zur Befriedigung Ihrer Forderung gegen Ihrem Mann die Zwangsversteigerung des Hauses erwirken, um aus dem Erlös befriedigt zu werden.

Ein Besser oder Schlechter bei der zukünftigen Regelung gibt es nicht. Der Ehevertrag regelt die Auseinandersetzung für den Zeitpunkt der Scheidung, der Erbvertrag oder das Testament regelt die Ansprüche im Falles des Todes eines Ehegatten.

Sofern es um die Absicherung der Ehegatten vor dem Zugriff der Kinder gesichert werden soll, empfiehlt sich ein Testament in Form eines Berliner Testaments, in dem sich die Ehegatten gegenseitig zu unbeschränkten Alleinerben einsetzen und die Kinder erst nach dem Tod des Letztverstorbenen erben sollen.

Grundsätzlich ist es natürlich immer besser im Grundbuch eingetragen zu werden, da Sie so eine unmittelbare Eigentümerposition erwerben.

Die Eintragung ist aber maßgeblich vom Willen und der Zustimmung Ihres Ehegatten erforderlich.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Frage beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.
Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

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