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Eintrag im behördlichen FZ

26. Januar 2021 18:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Ich habe ein Vorstellungsgespräch bei einer Behörde und möchte gerne wissen ob ich einen Eintrag im behördlichen Führungszeugnis habe und wann dieser Eintrag erlischt.

Meine Verurteilungen:
1. Ich wurde 2001 verurteilt zu 2 Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung mit Geldstrafe wegen Körperverletzung

2. Ich wurde 2009 verurteilt zu 90 Tagessätzen und Schmerzensgeld wegen Körperverletzung

Nun meine Frage:
Habe ich einen Eintrag im behördlichen Führungszeugnis?


26. Januar 2021 | 19:46

Antwort

von


(289)
Postanschrift: Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
Tel: (040) 22 86 63 28 - 0
Web: http://www.ayazi.legal
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich in der Annahme, dass Sie eine Auskunft in Bezug auf den Inhalt eines erweiterten Führungszeugnisses gemäß § 30a BZRG begehren.

Gemäß § 33 Abs. 1 BZRG wird eine Eintragung nicht mehr in das Führungszeugnis aufgenommen, wenn die in § 34 BZRG vorgesehene Frist verstrichen ist. Gemäß § 34 Abs. 1 Nr. 1 a) BZRG beträgt die Frist für die Verurteilung zu Geldstrafe drei Jahre. Gemäß § 34 Abs. 1 Nr. 3 BZRG beträgt die Frist für die Verurteilung zu Freiheitsstrafe fünf Jahre. Die Frist beginnt gemäß § 36 BZRG mit dem Tag des ersten Urteils.

Wenn die Bewährungszeit inzwischen abgelaufen ist und die Geldstrafe vollständig gezahlt worden ist, so werden die Verurteilung wegen Fristablaufs insofern zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr in das Führungszeugnis aufgenommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Auskunft behilflich sein und stehe Ihnen bei Rückfragen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)

- Rechtsanwalt -


Rückfrage vom Fragesteller 26. Januar 2021 | 20:08

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Aber ich suche eine Auskunft über das behördliche Führungszeugnis. Habe im Internet gelesen das die Behörde ein behördliches Führungszeugnis anfordert vom BZR, nicht ein erweitertes Führungszeugnis. Im erweiterten Führungszeugnis werden Sexualstraftäter usw. gespeichert. Im behördlichen Führungszeugnis werden doch auch andere Sachen gespeichert wie vorherige Straftaten. Meine Anfrage war das behördliche Führungszeugnis. Bei 90 Tagessätzen werden eigentlich 5 Jahre im BZR gespeichert, aber da in dem Zeitpunkt noch eine vorherige Straftat von 2001 im BZR steht, sind das mehr wie 5 Jahre? Danke für Ihre Antwort, aber bin etwas verwirrt und vlt haben sie mich zwischen behördlichen und erweiterten Führungszeugnis missverstanden.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26. Januar 2021 | 20:25

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ein "behördliches Führungszeugnis" ist nichts anderes als das erweiterte Führungszeugnis - hierzu gab ich Ihnen Auskunft.

Aus Kulanz möchte ich dennoch auf Ihre weitergehende Frage eingehen:

Wenn Sie ein "erweitertes behördliches Führungszeugnis", d.h. eine unbeschränkte Registerauskunft meinen, so ist die Aufnahme der Eintragungen nicht eine Frage der Nichtaufnahmefristen sondern der Tilgungsfristen gemäß § 46 BZRG . Danach gilt eine 15-jährige Tilgungsfrist für die Freiheitsstrafe und eine fünfjährige Tilgungsfrist für die Geldstrafe, wobei die erstgenannte Tilgungsfrist um die Dauer der Freiheitsstrafe verlängert wird (§ 46 Abs. 3). Die Eintragungen sind damit bereits getilgt und werden auch auf einer Registerauskunft nicht mehr auftauchen.

Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)

- Rechtsanwalt -

ANTWORT VON

(289)

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22085 Hamburg
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