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Eintrag im Grundbuch, Finanzamt möchte Grunderwerbssteuer

26.11.2010 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Folgender Sachverhalt. Im Feb. diesen Jahres kauften mein Partner und ich aus einer Zwangsversteigerung eine Wohnung. Er war offiziell der Käufer. Wir nahmen gemeinsam ein Darlehen auf über den gesamten Kaufpreis auf und zahlten Grunderwerbssteuer auf das Objekt.
Vor kurzem ließen wir mich mit ins Grundbuch eintragen zu 50%. Das Finanzamt möchte jetzt wiederrum anteilige Grunderwerbssteuer. Obwohl nur eine ausgleichende Gegenleistung zum Kredit geschafften und es sich nicht wirklich um einen Erwerb im eigentl. Sinne handelt.
Bitte um Antwort, inwieweit diese Forderung gerechtfertigt ist bzw. was man in dieser Situation tun kann um die Zahlung zu vermeiden.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:



Das Vorgehen des FA ist meines Erachtens nicht zu beanstanden.

Der Erwerbsvorgang durch Ihren Partner unterliegt der Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 1 GrEStG.

Nach Ihrem Sachvortrag liegt eine Bruchteilsgemeinschaft nach §§ 1008 ff. BGB vor., die wie Alleineigentum behandelt wird (vgl. BFH/NV 2004, 366 - st. Rspr.).

Miteigentum an einem Grundstück wird durch Auflassung und Eintragung ins Grundbuch begründet und übertragen.
Dieser Miteigentumsanteil wird grunderwerbsteuerrechtlich als ein Grundstück im Sinne des GrEStG angesehen, so dass Ihr Bruchteilserwerb vor diesem Hintergrund für sich einen eigenen Erwerbstatbestand erfüllt und somit der Grunderwerbssteuer unterliegt.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


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