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Eintrag im Führungszeugnis


06.08.2007 10:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo,
ich hab einen Eintrag im Führungszeugnis und wollte wissen wann der nicht mehr mit aufgenommen wird und ob dies automatisch passiert oder von mir veranlasst werden muß.

Eintrag lautet: Rechtskräftig seit 22.06.04
Datum der Tat: 26.02.03
Tatbezeichnung: Unerlaubter Erwerb von Betäubungsmitteln in sechs sachlich zusammentreffenden Fällen, davon in zwei Fällen gemeinschaftlich in Tatmehrheit mit gemeinschaftlichen unerlauten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln.
Angewendete Vorschriften: STGB § 25 ABS. 2, § 53, § 56, BTMG § 1 ABS. 1, Anlage 1, Anlage III, § 3, § 29 ABS. 1 NR. 1
3 Monate Freiheitsstrafe
Bewährungszeit 3 Jahre
Verbot der Beschäftigung, Beaufsichtigung, Anweisung und Ausbildung Jugendlicher

Ich wurde als Erwachsener verurteilt. Zum Zeitpunt der Tat bestand noch eine laufende Bewährung, hier wurde ich zu 6 Monaten Freiheitsstrafe auf 3 Jahre Bewährungszeit verurteilt,
der Zeitpunkt der Tat war im Dezember 2000 und die Verhandlung war in 2001, davon steht aber nichts im Führungszeugnis.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Bitte beachten Sie, dass dieses Forum ausschließlich auf zur ersten rechtlichen Orientierung dient und dass sich eine Auskunft nur auf den von Ihnen dargestellten Sachverhalt beziehen kann. Sollten Sie Informationen unrichtig oder unvollständig dargestellt haben, kann sich eine andere als die dargestellte Rechtslage ergeben.

Zu Ihrer Frage:

Der Inhalt eines Führungszeugnisses ergibt sich aus § 32 BZRG (=Bundeszentralregistergesetz). Nach § 33 BZRG werden Verurteilungen nach Ablauf einer bestimmten Frist nicht mehr in ein Führungszeugnis aufgenommen. Die Länge dieser Frist ergibt sich hierbei aus § 34 BZRG und liegt in der Regel bei drei, fünf oder zehn Jahren. Bei Verurteilungen zu Geldstrafen und Freiheitsstrafen oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten liegt die Frist in der Regel bei drei Jahren. Die Frist beginnt dabei mit dem Tag des letzten Urteils zu laufen (§ 36 BZRG). Wenn Sie nach Ablauf der Frist die Ausstellung eines Führungszeugnisses beantragen, wird die entsprechende Eintragung nicht mehr auftauchen.

Beachten Sie jedoch, dass auch wenn Verurteilungen nicht mehr in ein Führungszeugnis aufgenommen werden, diese dennoch im Bundeszentralregister bis zu ihrer Tilgung eingetragen sind. Die Tilgungsfristen sind nämlich länger bemessen als die Fristen in denen eine Eintragung ins Führungszeugnis aufgenommen werden. Nach § 46 BZRG beträgt die Tilgungsfrist für ein Vergehen fünf Jahre bei Verurteilungen zu einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als 3 Monaten, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist. Ist dies doch der Fall, liegt die Tilgungsfrist bei 10 Jahren.

Ich hoffe Ihnen hiermit eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Hemmer
Rechtsanwalt
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