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Einstufung Tarifvertrag

| 21.10.2014 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich arbeite in einem Betrieb, in welchem jede Tätigkeit im Tarifvertrag in eine Einstiegsstelle und eine Stammstelle eingeordnet wird.

Ich war in der Stammstelle 10 (Einstiegsstelle war 9) eingruppiert, als ich für 3,5 Jahre in Elternzeit ging. In dieser Zeit wurde meine Stelle durch die Haustarifkommission neu bewertet. Nach Aussage des Arbeitgebers wurden mehr Aufgaben auf die Stelle verlagert und dadurch erhielt die Stelle eine höhere Wertigkeit. Meine Stelle wurde somit neu bewertet mit der Einstiegsstelle 10 und der Stammstelle 11.

Als ich nun aus der Elternzeit wieder kam, wurde ich nicht in die neue Stammstelle 11 eingruppiert, sondern in die neu gültige Einstiegesstelle 10. Aus meiner Sicht darf mir doch kein Nachteil durch die Elternzeit entstehen, daher hätte ich aus meiner Sicht nach der Elternzeit auch in die Stammstelle eingruppiert werden müssen.

Der Arbeitgeber argumentiert, dass mir ja kein Nachteil entstanden ist, weil ich das gleiche Geld bekomme, wie vor der Elternzeit. Ich könnte mich aber wieder auf die Stammstelle entwickeln. Aus meiner Sicht und aus Sicht der Kollegen hat sich an der Tätigkeit aber nichts verändert, es wurde nur der Stammstelle eine höhere Wertigkeit durch die Haustarifkommission zugeordnet. Daher kann ich mich auch nicht auf die neue Stelle entwickeln, weil ich sie nach meiner Rückkehr schon vollumfänglich wahrnehme.

Meine Frage ist nun, ob ich nicht sofort nach meiner Rückkehr aus der Elternzeit Anspruch auf die neue Stammstelle 11 gehabt hätte, da ich auch schon vor der Elternzeit in der Stammstelle gearbeitet habe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie bereits vor der Elternzeit Ihren Angaben zufolge eine Tätigkeit ausgeübt haben, die vollumfänglich mit der nunmehr neu bewerteten Stammstelle übereinstimmt, ist es vorliegend nicht nachvollziehbar, weswegen eine Vergütung auf der niedriger vergüteten Einstiegsstelle erfolgt. Anders wäre die Beurteilung meiner Meinung nach nur, wenn eine gesetzliche Grundlage (z.B. im einschlägigen Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung) besteht, die eine entsprechende Vorgehensweise vorsieht. Grundsätzlich richtet sich die Vergütung nach der vertraglich geschuldeten Tätigkeit. Wird diese konkrete Tätigkeit nach eine Neubewertung höher vergütet, dann schuldet Ihr Arbeitgeber auch die höhere Vergütung, da Sie durch die Elternzeit keine Nachteile erleiden sollen, weil Sie sich für eine gewisse Zeit der Erziehung und Pflege Ihrer Kinder gewidmet haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bitte bedenken Sie, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen eine andere rechtliche Beurteilung ergeben kann. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2014 | 19:19

Vielen Dank für Ihre verständlichen Ausführungen.

Der Arbeitgeber beharrt jedoch darauf, dass sich Aufgaben verändert haben. Sollten sich kleinere Aufgaben verändert haben (die ich zwar nicht sehe, welche jedoch vom Arbeitgeber so argumentiert werden), würde das etwas an Ihren Ausführungen ändern oder hätte ich dann auch in die neue Stammstelle eingruppiert werden müssen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2014 | 22:02

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das Problem besteht vorliegend darin, dass Sie Ihren Arbeitgeber davon überzeugen müssen, dass durch die Neubewertung der Stelle hinsichtlich der zu zahlenden Vergütung gleichzeitig keine Änderung des Stellenprofils eingetreten ist. Beharrt er auf seiner Meinung, dann können Sie eine verbindliche Klärung ohne Einschaltung des Arbeitsgerichts jedoch nicht erzwingen. Ich empfehle Ihnen daher, den einschlägigen Tarifvertrag daraufhin zu überprüfen, was die Regelungen zur Eingruppierung konkret vorsehen.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

M. Mehlig
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.10.2014 | 07:21

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 22.10.2014 5/5,0
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