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Einstellung von Nicht-Eu-Bürgern aufgrund von Fachkräfte Mangel

10.10.2012 08:28 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Hallo,

Wir möchten gerne mit unserem Barbershop für afroamerikanische Haarmode expandieren.
Augrundessen suchen wir nun Arbeitnehmer.
Da das Deutsche Friseurhandwerk leider die Haarpflege von Menschen mit Afro-Hintergrund nicht abbildet.
Möchten wir nun Personal aus Nicht-Eu-Ländern einstellen.

Hierbei ergebn sich folgende Fragen:

1. Ist Antrag ähnlich Beschäftigungsverordnung § 26 Abs. 2 ode § 28 Abs.1 sinnvoll ?

2. Welche anderen möglichkeiten gibt es ?

3. Welchen ungefähren Gesamtkosten würde ein solches Verfahren kosten und welche Dauer hätte es ?

Herzlichen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1.
Die §§ 26, 28 Beschäftigungsverordnung sind jedenfalls nicht direkt anwendbar.

Eine entsprechende Anwendung scheidet meiner ersten Meinung nach aus.

Ein aktuelles Beispiel aus der Rechtsprechung:

VG München · Beschluss vom 13. März 2012 · Az. M 12 E 11.5543

Aus den Gründen:

[...]
Der Vortrag der Antragstellerin, Friseurin zu sein und auf „Afro-Frisuren" spezialisiert zu sein, führt zu keinem anderen Ergebnis. Die Klägerin hat nicht glaubhaft gemacht, eine qualifizierte mindestens zweijährige Ausbildung als Friseurin absolviert zu haben, § 18 AufenthG, § 25 Satz 2 BeschV. Selbst wenn man bei der Friseur-Ausbildung von einer qualifizierten Ausbildung ausgehen würde, hätte die Antragstellerin keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis, § 18 Abs. 4 AufenthG. Nach dieser Vorschrift darf eine Aufenthaltserlaubnis nur für die Beschäftigung in einer solchen Berufsgruppe erteilt werden, die durch Rechtsverordnung nach § 42 AufenthG zugelassen worden ist. Die BeschV sieht jedoch nicht vor, dass für die von der Klägerin geplante Beschäftigung eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann. Die Beschäftigung fällt unter keinen der in den §§ 2 bis 16 BeschV geregelten Fälle, in denen die Ausländerbehörde ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit eine Aufenthaltserlaubnis erteilen darf. Es liegt auch keiner der in den §§ 26 ff BeschV geregelten Fälle vor, in denen die Bundesagentur einer Beschäftigung, die eine qualifizierte Berufsausbildung voraussetzt, zustimmen darf und deshalb der Klägerin eine Aufenthaltserlaubnis zu Erwerbszwecken mit Zustimmung der Bundesagentur erteilt werden dürfte. [...]"

Dieses dürfte also schwierig werden.

2.
Für Bürger mit US-Staatsbürgerschaft (und afrikanischen Hintergrund) ist z. B. ohne Weiteres eine Beschäftigung möglich.

Auch für EU-Bürger gilt anderes, insbesondere solche afrikanische Bürger mit englischer/französischer Staatsbürgerschaft, denn in diesen Ländern dürften sich wohl die meisten Afrikaner mit einer europäischen Staatsbürgerschaft finden.

3.
Die Kosten lassen sich nur schwer beziffern, da es von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Verwaltungsgebühren (mit Spannbreite häufig) gibt, Sie müssten dort beim einschlägigen Ausländeramt nachfragen.

Auch die Dauer ist schwierig zu bestimmen, darf aber jedenfalls in aller Regel drei Monate nicht überschreiten (man könnte ansonsten grundsätzlich direkt auf Erteilung klagen).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

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