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Einstellung mit Schwerbehinderung

| 19.07.2021 09:26 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Im Vorstellungsgespräch muss ein Schwerbehinderter seine Behinderung nicht offenbaren und er darf auch nicht gefragt werden, solange er in der Lage ist, die geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen. Nach der Einstellung im Personalfragebogen ist es zulässig, hierzu Daten zu fordern.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wurde vor 19 Jahren operiert, ich hatte einen Gehirntumor. Seitdem bin ich zu 50 % schwerbehindert.
Ich gehe in Teilzeit, max. 6 Stunden arbeiten. Man sieht und merkt mir nichts an, nach 5 bzw. max. 6 Stunden bin ich jedoch nicht mehr leistungsfähig und belastbar. Ich kann mich auch nicht mehr konzentrieren, es geht einfach nichts mehr.
Nun steht ein eventueller Jobwechsel an. Wann teile ich meinem neuen Arbeitgeber meine Schwerbehinderung mit?
Bereits im Bewerbungsgespräch oder nach der Einstellung? Der neue Arbeitgeber muss es schließlich wissen, aber ich habe Angst das ich aufgrund meiner Schwerbehinderung vielleicht nicht eingestellt werden könnte.
Ich war nur 1 x in den letzten 5 Jahren 1 Woche krank. Vielleicht sollte ich das dem neuen Arbeitgeber mitteilen, damit er weiß, dass ich nicht laufend krankheitsbedingt ausfalle.

Vielen Dank im Voraus.

Freundliche Grüße




19.07.2021 | 11:43

Antwort

von


(579)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen die Schwerbehinderung nur offenbaren, wenn Sie aufgrund dieser die Tätigkeit nicht ausüben können. Ungefragt müssen sie den Arbeitgeber nicht darauf hinweisen und er darf sie korrekterweise im Rahmen der Einstellung auch nicht danach fragen. Wenn Sie aber nach der Einstellung ein Personalfragebogen ausfüllen müssen, geht man davon aus, dass Sie dies angeben müssen. Denn dann ist die Einstellungsentscheidung schon getroffen worden und bei größeren Arbeitnehmern wird auch eine Umlage erhoben, wenn eine gewisse Quote an Schwerbehinderten nicht beschäftigt wird.

Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 19.07.2021 | 12:06

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Dr. Scheibeler,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Kurze Nachfrage dazu, da ich mich bereits schriftlich durch eine kurze Bewerbung und mit Lebenslauf um einen Job beworben habe und da einfach nicht daran gedacht habe meine Schwerbehinderung anzubringen, weiß ich nicht, ob ich es im Bewerbungsgespräch dem Arbeitgeber mitteilen sollte. Es geht auch um meinen mir zustehenden Zusatzurlaub und dem Kündigungsschutz.
Oder genügt es, nach der eventuellen Probezeit und der damit verbundenen Einstellung die Schwerbehinderung zu offenbaren?

Sie haben mir bereits vorige Woche meine Frage sehr gut beantwortet.
Ich möchte mich hiermit höflichst für die weiterführende Beantwortung meiner Frage bedanken.

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19.07.2021 | 12:46

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie Sorge haben, dass Sie wegen der Schwerbehinderung nicht eingestellt werden und diese sie grundsätzlich nicht davon abhält, die geschuldeten Arbeiten zu erledigen, sollten Sie dies nicht Bewerbungsgespräch erwähnen. Sie könnten hier bis nach Ablauf der Probezeit warten, da sie nach dem Bundesurlaubsgesetz ja ohnehin im ersten halben Jahr der Tätigkeit kein Anspruch auf die Gewährung von Urlaub haben. Sollten Sie aber vor Arbeitsantritt einen Personalfragebogen bekommen, sollten Sie eine dortige Nachfrage nach einer Schwerbehinderung wahrheitsgemäß beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 19.07.2021 | 13:32

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Die Rechtsanwältin Frau Dr. Scheibeler hat meine Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. Ich empfehle sie deshalb jederzeit gern weiter.
Vielen Dank nochmals Frau Dr. Scheibeler.

Mit freundlichen Grüßen

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Stellungnahme vom Anwalt:

Gern geschehen.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19.07.2021
5/5,0

Die Rechtsanwältin Frau Dr. Scheibeler hat meine Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. Ich empfehle sie deshalb jederzeit gern weiter.
Vielen Dank nochmals Frau Dr. Scheibeler.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

(579)

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42287 Wuppertal
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