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Einstellung in andere Gewinnrücklagen vs. Gewinnvortrag


24.09.2007 14:19 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht



Gibt es irgendwelche steuerlichen, handelsrechtlichen oder sonstige wirtschaftlichen Motivationen, wieso Gewinne nicht einfach als Gewinnvortrag vorgetragen, sondern in andere Gewinnrücklagen (nicht gesetzliche oder satzungsmäßig bestimmte!) eingestellt werden? Wenn ja welche?
Sehr geehrter Fragesteller,

ein Gewinnvortrag steht im Folgejahr wieder ohne weiteres zur Ausschüttung zur Verfügung, bei einer Einstellung in die Gewinnrücklage bedarf dies zunächst eines entsprechenden Beschlusses der Gesellschafterversammlung zur Auflösung der Rücklage, so dass sich die Rücklage z.B. anbietet, wenn das Kapital für die nächsten Jahre in der Gesellschaft gebunden bleiben soll.

Auch z.B. bei Kreditverhandlungen stehen Rücklagen der Gesellschaft aus dem gleichen Grund manchmal gut an.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2007 | 09:35

Egal ob das Geld im Gewinnvortrag oder in den anderen Rücklagen steht, es kann in beiden Fällen durch Gesellschafterbeschluss für eine Ausschüttung genutzt werden, so dass ich hinsichtlich der Bindung keinen qualitativen Unterschied erkennen kann.
Für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit dürfte es von daher eigentlich egal sein, in welcher der beiden Eigenkapitalpositionen die Beträge stehen. Von daher kannn die Begründung "sieht gut aus" nicht überzeugen.

Es muss stärkere Motivationsfaktoren für die Einstellung in andere Gewinnrücklagen geben, sonst würde der Gesetzgeber nicht in § 254 AktG die Möglichkeiten zur Einstellung in Gewinnrücklagen begrenzen, während für das Vortragen im Gewinnvortrag offensichtlich keine Einschränkungen bestehen.

Für die Darstellung dieser Motivationsfaktoren wäre ich nach wie vor dankbar.



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2007 | 13:19

Sehr geehrter Fragesteller,

der von Ihnen zitierte § 254 AktG unterscheidet nicht zwischen einem Gewinnvortrag und der Einstellung in eine Gewinnrücklage.

Hintergrund der Regelung des § 254 AktG ist der (im Gesetz allerdings nicht absolut umgesetzte) Grundsatz der Vollausschüttung. Und für diesen zu umgehen ist es gleich, ob die AG eine Rückstellung bildet oder den Gewinn auf neue Rechnung vorträgt. Nichts Anderes sagt insoweit auch die von Ihnen zitierte gesetzliche Regelung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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