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Einstellung einer Privatinsolvenz nach § 213 InsO / Vergleich

| 09.03.2011 09:52 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Grüße,

ich habe eine Verbraucherinsolvenzverfahren laufen noch bis 2015 und würde dies gerne vorzeitig beenden, indem ich alle Gläubiger im Wege eines Vergleichsangebotes über 50% der Ursprungsbetrages, welchen ich von einer dritten Partei erhalten würde, dazu bewegen würde, einer Einstellung nach §213 Inso zu zu stimmen. Da die Forderungen alle aus den Jahren 1997 / 98 stammen und kein pfändbares Einkommen vorliegt, ist davon auszugehen, dass eine Zustimmung erfolgen wird.

Vergleiche wurden mir bereits vor dem Insolvenzverfahren angeboten, allerdings hatte ich damals keine Mittel, um diesen entgegen zu kommen.

Nun meine Frage: Kann ich dies alleine bewerkstelligen? Soll ich die Gläubiger zunächst alle anschreiben mit einem Vergleichsangebot ohne den Insolvenzverwalter zu kontaktieren und so die Zustimmungen einholen. Gibt es eine bestimmte Form, welche hier eingehalten werden muss?

Wie ist hier die korrekte Vorgehensweise?

Kann ein von mir gewählter Anwalt die Sache abwickeln?

Mir ist bewusst, dass bei der Einstellung die Verfahrenskosten sofort zu entrichten sind.

Vielen Dank und
beste Grüße
09.03.2011 | 11:38

Antwort

von


(566)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beanworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Sie müssten alle Gläubiger anschreiben, die eine Forderung zur Insolvenztabelle angemeldet haben. Die Insolvenztabelle können Sie bei Ihrem Insolvenzverwalter erfragen. Nachträglich bekannt gewordene Gläubiger sollten Sie ebenfalls anschreiben.

Dann bieten Sie den Gläubigern in einem Rundschreiben die Quote an. Hierbei sollte klargestellt werden, dass die Vergleichssumme von einem Dritten bezahlt wird. Zu beachten sind, dass bei absonderungsberechtigte Gläubiger, die z.B. aufgrund eines bestehenden Eigentumsvorbehaltes die Herausgabe von Gegenständen verlangen können, und bei Gläubigern, deren Forderungen von Ihnen oder dem Insolvenzverwalter bestritten wurden, das Gericht entscheiden kann, ob eine Zustimmung erforderlich ist.

Umstritten ist, ob das Gericht im Rahmen des Verfahrens auch die nachrangigen Gläubiger gemäß § 39 InsO zur Forderungsanmeldung auffordern muss. Nachrangige Gläubiger wie etwa Gläubiger von Geldstrafen, Geldbußen, Ordnungsgeldern und Zwangsgeldern sollten also auch zur Zustimmung aufgefordert werden.

Eine bestimmte Form für das Schreiben ist nicht erforderlich. Sie können das Schreiben grundsätzlich selbst aufsetzen und dann einen Antrag auf Einstellung des Insolvenzantrags selbst stellen und die Zustimmung Ihrer Gläubiger vorlegen.

Natürlich können Sie hiermit auch einen kostenpflichten Anwalt beauftragen. Erfragen Sie bei der örtlichen Anwaltskammer oder dem örtlichen Anwaltsverein einfach einen Kollegen, der sich mit Verbraucherinsolvenzen befasst.


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 09.03.2011 | 13:09

Vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort.

Eine kurze Nachfrage zur Vorgehensweise. Gesetzt den Fall ich habe alle schriftlichen Einwilligungen aller Gläubiger. Gehe ich damit zum zuständigen AG und reiche Antrag auf Einstellung des InsO Verfahrens ein? Gibt es dafür ein Formular oder Ähnliches?

Danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.03.2011 | 13:20

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Der Antrag auf Einstellung ist formlos möglich, so dass es hierfür auch kein besonderes Formular gibt. Den Antrag können Sie bei Ihrem zuständigen Insolvenzgericht persönlich oder mit der Post einreichen.

Bewertung des Fragestellers 09.03.2011 | 14:33

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42287 Wuppertal
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Fachanwalt Arbeitsrecht, Insolvenzrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht