Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einspruch EStbesch - Kosten Heimfahrten - Lebensmittelpunkt, eigener Haushalt

| 26.05.2008 16:38 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Fahrten Wohnort Arbeitsstätte - Heimfahrten

-Es gibt einen Arbeitsort A - seit 2005

-einen Wohnort während der Woche B = Wohnung im eigenen Elternhaus)ca 35 km von A
diese wurde wieder aktiviert in 2005, vorher 2005: Mietwohnung in D ca 20 km vom Arbeitsplatz entfernt aber weiter entfernt von C

-und einen Wohnort des Lebensmittelpunkts C
gem R 42 Abs. 1 Satz 8 LStR 2002 - ca 260km von A - seit 2003, Verlobung

Durch die Häufigkeit der in C nachweislich verbrachten Wochenenden und den Verlobten dort trifft die Bezeichnung "Lebensmittelpunkt" für C zu, der EIGENE HAUSHALT am Lebensmittelpunkt wird jedoch nicht anerkannt. Es liegt dort kein Mietvertrag auf meinen Namen vor, da ich in die Wohnung "zugezogen" bin. Es werden keine Mietzahlungen meinerseits für C getätigt. Allerdings gibt es dort einen gemeinsam mit dem Verlobten geführten Haushalt. Meine spezielle Ausbildung ermöglicht nicht ohne weiteres einen Arbeitsplatzwechsel nach C.

Der ablehnende Bescheid bzgl der Heimfahrten nach C ist ergangen mit folgender Begründung:
" Die doppelte Haushaltsführung konnte nicht anerkannt werden, da sie nicht aus berufl. Anlass gegründet wurde. Ein eigener Hausstand am Ort C hat nicht zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses in A bestanden. Der Mietvertrag C lautet auf den Freund. Damit ist der Nachweis über eine abgeschlossene Wohnung die aus eigenem Recht genutzt wird nicht gegeben. Die Fahrten zum Freund nach C sind Aufwednungen der Lebensführung. "

Ich möchte Einspruch erheben, was sollte dieser als Begründung beinhalten, um den gemeinsam geführten Haushalt zu belegen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

herzlichen Dank für Ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.

Ihr Einspruch wird erfolgreich sein, wenn Sie die Voraussetzungen für eine doppelte Haushaltsführung nachweisen können.

Diese sehen gem. § 9 Abs. Nr. 5 EStG wie folgt aus:

Eine doppelte Haushaltsführung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt. Diese muss seinen, wie von Ihnen richtig bezeichnet, Lebensmittelpunkt darstellen. Es muss also ein normalerweise einheitlicher Haushalt in zwei unterschiedliche Haushalte aufgespalten sein und der Bezug der Zweitwohnung muss beruflich veranlasst sein.

Vorliegend dürfte nichts dagegen sprechen, nutzen Sie die Wohnung doch gemeinsam, was grds. unschädlich ist. Dabei ist es völlig irrelevant, ob diese entgeltlich oder unentgeltlich bewohnt wird. Maßgeblich ist nur der von Ihnen zumindest mitgeführte Hausstand (Eine doppelte Haushaltsführung kann steuerlich auch dann anerkannt werden, wenn der berufstätige Ehegatte seinen nicht berufstätigen Ehegatten in die Zweitwohnung mitgenommen hat (BMF-Schreiben vom 8. März 1995; DB 1995, S. 551)).Die Wohnung muss lediglich de Lebensbedürfnissen entsprechen und Sie müssen die Haushaltsführung wesentlich mitbestimmen. Nicht ausreichend ist ein „Nur-Mitwohnen“ als Gast etc.

Auch eine spätere Entscheidung, eine Wohnung weiter entfernt vom Arbeitsort zu beziehen ist regelmäßig unschädlich. Der Lebensmittelpunkt muss jedoch bestehen und kann hier aufgrund der festen Partnerschaft wohl nachgewiesen werden. Da dieses regelmäßiges ein festes Indiz darstellt.

Daneben muss die Wohnung am Arbeitsort auch grds. von weiteren Räumen abgeschlossen sein und separate Küche und Toilette aufweisen (hier die Wohnung bei Ihren Eltern).

Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, sehe ich durchaus Erfolgsaussichten für Ihren Einspruch.

Ich hoffe, Ihre Fragen hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.stracke-und-collegen.com


Bewertung des Fragestellers |

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"DANKESCHÖN, habe in meinem Einspruch einige Formulierungen eingebauen können.
Nun bleibt nur zu hoffen, daß ich damit das Finanzamt überzeugen kann."
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen