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Einsicht in Abrechnungsunterlagen


| 22.10.2016 20:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



In meiner Nebenkostenabrechnung gibt es drei Positionen, die Zweifel an der Berechnung der Jahresabrechnung aufkommen lassen.
In Kurzform:
1. Bei Gartenarbeiten sind Anteile enthalten, die sich auf Nachbar-WEG und Privatparkplätze beziehen. Umgelegt werden aber 100% der Kosten bei meiner WEG.
2. Im Leistungskatalog des Hausmeisters sind zahlreiche Positionen für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten enthalten. Umgelegt werden aber 100% der Kosten.
3. Die Notruftelefonanlage der Aufzüge musste wegen eines Verhandlungsfehlers beim Wechsel der Wartungsfirma komplett erneuert werden. Die Kosten für den Notruf haben sich dafür um das Siebenfache erhöht, was auf eine Umlage der Anschaffungskosten schließen lässt.
In der Jahresabrechnung lässt sich das nicht direkt erkennen. Nur durch mir bekannte Protokolle von Beiratsbesprechungen wurde das Gehabe deutlich. Auch mein Vermieter, mit dem ich ein gutes Verhältnis habe, war dies alles nicht bekannt.
Der Verwalter verweigert mir die direkte die Einsicht in die Verträge um den Sachverhalt zu prüfen. Er verweist mich wiederholt an den Vermieter, den ich aber raushalten wollte.
Ist meine Kenntnis richtig, dass mir die direkte Einsicht beim Verwalter rechtlich zusteht und wie setze ich das durch?
Ist meine Annahme bei diesen Abrechnungspositionen richtig, dass diese (1+2) entsprechend um die zu hohen Anteile zu mindern sind bzw. (3) es keine Anschaffungskosten sein dürfen?


Einsatz editiert am 22.10.2016 20:33:49
22.10.2016 | 21:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst kann ich bestätigen, dass grundsätzlich auch Mieter ein Einsichtsrecht in die WEG Abrechnungsunterlagen haben, wenn auch in Kopie und nicht als Originale (BGH,Entscheidung vom 23.11.1981, AZ: VIII ZR 298/70; LG Wuppertal, AZ: 16 S 280/98).

Ihre rechtliche Einschätzung ist daüber hinaus richtig, dass bereits beim Hausmeister beinhaltende Arbeiten nicht in die Abechnung fließen darf, genauso wie WEG-fremde Arbeiten der Nachbar-WEG.

Die Durchsetzung können Sie so gestalten, dass Sie den Verwalter unter Hinweis auf die o.g.Rechtsprechung schriftlich per Einwurfeinschreiben auffordern, die entsprechenden Unterlagen in Kopie herauszugeben unter Übernahme der Kopiekosten. Setzen Sie hierzu eine Frist von 14 Tagen. Sollte keine Reaktion erfolgen, können Sie diesen Anspruch gerichtlich geltend machen, um die Abrechnungen überprüfen zu können.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 23.10.2016 | 19:03

Bei den Abrechnungspositionen zeigt sich noch beim Hausmeister und den Außenanlagen, dass so falsch schon einige Jahre abgerechnet wurde. Bei mir betrifft es 4 Abrechnungen. Wie muss man die Verjährung sehen, wenn es in der Abrechnung ja nicht als falsch erkennbar war?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.10.2016 | 22:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Die Verjährung beginnt erst ab Kenntisnahme bzw. grob fahrlässiger Nicht-Kenntnisnahme, sodass Sie diesbezüglich auch die Zuviel gezahlten Beiträge zurück fordern können.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich meine Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
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