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Einschreiben nicht angekommen!


17.01.2006 11:14 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Privatverkäufer bei Ebay und habe anfang Januar eine Auktion gestartet. 2 Konzert Tickets. Die Tickets wurden ersteigert und gingen nach Zahlungseingang einen Tag später auf die Reise. d. H. (235 Euro)
Ich habe am 05.01.2006 bei der Deutschen Post die Karten per Einschreiben mit Rückschein versendet. Am 19.01.2006 erhielt ich eine Email vom Käufer dass die Ware noch nicht bei ihm angekommen ist. Ich habe darauf geantwortet, dass die Tickets am 05.01.2006 (Quittung erhalten) den Brief bei der Post aufgegeben habe und die Tickets auf dem Weg sind. Leider sind die Karten bis heute noch nicht angekommen und habe jetzt bei der Deutschen Post einen Nachforschungsantrag gestellt! Leider kann das bis zu 14 Tagen dauern bis man von der Post nachricht erhält.
Was soll ich tun, wenn die Ware nicht ankommt, wenn die Ware bei der Post verloren gegange ist? Muss ich dem Käufer den Betrag wieder auszahlen? Wer haftet? Kann man Schadesersatz bei der Post bekommen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und beantworte diese auf der Grundlage des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes wie folgt:

Sie haben als Privatverkäufer einem Privatkäufer bei Ebay zwei Konzerttickets für insgesamt 235,00 EUR verkauft. Regelmäßig ist bei Ebay-Verkäufen der Versand der ersteigerten Ware vereinbart, d.h. der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass die Ware ihm vom Ort des Verkäufers übersandt wird. Ich gehe davon aus, dass dies auch bei Ihrer Auktion der Fall war.

Dann handelt es sich um einen so genannten Versendungskauf, welcher in § 447 BGB geregelt ist. Bei einem solchen Versendungskauf wird die Gefahr, dass die Kaufsache während des Versandes zerstört oder beschädigt wird oder auch verloren geht, zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt: Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die Kaufsache an einen anderen Ort als den Erfüllungsort (dies ist in der Regel der Wohnsitz des Verkäufers), so muss der Verkäufer den Kaufgegenstand nur ordnungsgemäß verpackt etc. der Transportperson übergeben (vgl. § 447 Abs. 1 BGB). Was danach mit der Kaufsache passiert, liegt in der Sphäre des Käufers.

Wenn also, wie in Ihrem Fall, die Karten auf dem Versandwege verloren gehen, so haben Sie rechtlich alles Nötige getan. Auf der anderen Seite muss der Käufer Ihnen trotzdem den vollen Preis zahlen, um seiner Pflicht aus dem Kaufvertrag nachzukommen.

Sie müssen nun aber nachweisen können, dass Sie die Karten auf den Postweg gebracht haben. Da Sie aber nach Ihrer Schilderung einen Beleg darüber haben, dürfte dies wohl kein Problem sein.

Die Situation ist für Ihren Vertragspartner, den Käufer, natürlich nicht sehr erquicklich. Problem bei der Sache ist nur, dass nur Sie einen Vertrag mit der Deutschen Post abgeschlossen haben und daher Schadensersatz von der Post verlangen könnten. Allerdings haben Sie keinen „Schaden“, da Sie das Geld ja behalten dürfen. Der Käufer allerdings hat einen Schaden, aber keinen Anspruch, weil er ja nicht in Vertragsbeziehungen mit der Post getreten ist. In solchen Fällen wird die Angelegenheit dann nach überwiegender Meinung so geregelt, dass Sie den Schaden des Käufers ggü. der Post geltend machen dürfen, das Geld aber dann auch an den Käufer auszahlen müssen. Bezüglich der weiteren Einzelheiten der Schadensabwicklung wenden Sie sich bitte an die Deutsche Post.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Ausführungen weiter helfen konnte. Ich stehe Ihnen selbstverständlich im Rahmen der einmaligen Nachfragefunktion bei Unklarheiten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Nicole Maldonado
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