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Einschreiben leer angekommen! Käufer droht mit Anzeige!


21.08.2006 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Das Problem in kurz:
Gutscheine im Wert von 200 Euro verkauft und verschickt. Einschreiben ist jedoch leer angekommen! Käufer droht mit Anzeige. Muss ich das Geld zurück überweisen??


Beschreibung des Problems:
--------------------------

Ich bin Privatverkäufer bei Ebay.

Ich habe Gutscheine im Wert von 200 Euro für ein bekanntes Bekleidungsgeschäft angeboten für 169,99 Euro per Sofortkauf bei Ebay.

Eine Interessentin stelle mir eine Frage und wollte mir weniger dafür geben. Die „Käuferin“ war einverstanden und ersteigerte schließlich für 169,99 Euro per Sofortkauf die Gutscheine um mir dann wie abgemacht 155 Euro zu überweisen.

Das Geld war einige Tage später da und ich versendete per Abgabe-Einschreiben die Einkaufsgutscheine. (Versand:Einschreiben wie in der Auktion beschrieben!)
Nach fünf Tagen ging sie dann in die Filiale und holte das einschreiben ab, da Sie ja nicht zu Hause gewesen ist als der Postbote kam.
Am Schalter bemerkte Sie jedoch dass der Briefumschlag leer war und öffnete mit der Postbeamtin am Schalter das Einschreiben. Leider war er wirklich leer.

Nun hatte sie eine Zeugin und warf mir vor : „OHNE INHALT ein Briefumschlag versendet zu haben!“ Sie droht mir mit Anwalt und Anzeige, wenn ich das Geld nicht zurück überweise!

Ich stelle bei der Post umgehend ein Nachforschungsantrag und musste nun 21 Werktage warten auf die Antwort! Das Einschreiben war ein einfacher Briefumschlag den man mit "Feutigkeit" zuklebt.

Die Antwort der Post:
Entschuldigung. Inhalt wurde leider nicht gefunden. Da ich aber Geld bzw. wertvolle Gegenstände verschickt habe, bekomme ich nicht mal den Verlustwert von 25 Euro.
Sie berufen sich auf die AGBs der deutschen Post AG. Ich bekomme somit kein Cent.

Eine Postmitarbeiterin bestätigte (anonym) mir am Telefon das ständig Gutscheine und Eintrittskarten verschwinden, die per Einschreiben versendet werden. Es gibt echt viele schwarze Schaafe bei der Post.
Die Absender wissen nicht das Einschreiben nur bis 25 Euro versichert sind. Ein normaler Brief für 55 cent ist 10-mal sicherer!!!!!!!!!!


Was soll ich nun machen??
Muss ich den Kaufvertrag erfüllen und ihr 200 Euro Einkaufsgutscheine schicken??
Oder das Geld 155 Euro zurück überweisen??

In der Artikelbeschreibung stand jedoch : „ Versand per Einschreiben geht auf mich!“ also auf den Verkäufer!
Die Käuferin durfte doch nur bieten, wenn Sie damit einverstanden wäre oder??
Durfte ich überhaupt Gutscheine per Einschreiben verschicken die nur bis 25 Euro (oder gar nicht) versichert sind??
Was ist wenn Sie mich verklagt?
Meine Aufgabe als Privatverkäufer ist doch die „verkaufte Ware“ zur Post zubringen! Oder??

Auktionsnummer bei ebay: 110005740800

Mittlerweile habe ich auch schon die negative Bewertung von ihr bekommen und sie hat sich auch bei ebay gemeldet.

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Wird weiter nichts vereinbart, so ist der Leistungsort der Wohnsitz des Verkäufers. Somit liegt hier eine Schickschuld vor. Die Gefahr geht mit der Übergabe der Sache an den Transporteur (Post AG) auf den Käufer über.
Die Angabe, dass Sie die Versandkosten übernehmen ändert hieran nichts.
Sofern Sie einen Einlieferungsbeleg der Post AG vorweisen können haben Sie die Pflichten aus dem bei Ebay geschlossenen Kaufvertrag erfüllt. Die Käuferin hat sich durch das Gebot zudem mit dem Versand als Einschreiben einverstanden erklärt.
Damit verbleibt der Kaufpreisanspruch bei Ihnen.

Die Käuferin hat lediglich Anspruch auf den Schadenersatz den Sie evt. von der Post AG bekommen.

Auch eine Strafanzeige der Käuferin hat keine Aussicht auf Erfolg sofern Sie die ordnungsgemäße Aufgabe bei der Post AG nachweisen können.

Bezüglich der negativen Bewertung sollten Sie Kontakt zu Ebay aufnehmen und den Sachverhalt schildern. Versuchen Sie eine Löschung des Eintrages zu erreichen sofern er nicht der Wahrheit entspricht. Alternativ können Sie meines Wissens doch auch einen Gegenkommentar einstellen.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2006 | 16:20

sehr geehrter RA Herr Boukai,

in der Problembeschreibung sind alle Details aufgeführt. Danke für die Anwort.

Nur das ich es verstehe.. falls Sie mich verklagen sollte, würde Sie nicht vor Gericht gewinnen??
Die Post berufen Sich auf ihre AGBs. Ich bekomme kein Schadenersatz da ich Gutscheine per Einschreiben verschickt habe.Sonst hätte ich 25 Euro bekommen.
Somit bekommt die Käuferin ja KEIN SCHADENSERSATZ (von der Post).

Also könnte ich den Kaufvertrag der über Ebay abgeschlossen wurde, als erfüllt ansehen! richtig??
DANKE

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.08.2006 | 16:33

Sehr geehrte(r) Fragenensteller(in).

Da es sich um eine Schickschuld handelt und der Käufer mit den Versandbedingungen einverstanden war haben Sie alles Ihrerseits notwendige getan. Insoweit haben Sie Ihre Pflichten aus dem Kaufvertrag erfüllt.
Demnach hat eine Klage der Käuferin keine Aussicht auf Erfolg.

Sollte die Käuferin die Sache nicht auf sich beruhen lassen, so können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Kreuzschnabelweg 24
86156 Augsburg

Tel.: 0821 - 4530333
Fax : 0821 - 4530334

mail@ra-boukai.de

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