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Einschluss zusaetzlicher Erben durch die Erben

| 16.01.2010 23:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein kinderloser Onkel, der vor fuenf Wochen verstorben ist, hat in seinem Testament seine beiden Schwestern als Erben eingesetzt. Steuertechnisch waere es natuerlich viel besser gewesen, er haette auch den total acht Kindern seiner Schwestern (erste Schwester 3, zweite Schwester 5) je zumindest 20000.- vermacht, was die gesamte Freigrenze von 40000.- auf 200000.- erhoeht haette. Die Kinder werden in ein paar Jahren sowieso dieses Vermoegen von ihren Eltern erben. Die ungleiche Anzahl Kinder pro Familie haette er ja mit entsprechend ungleichen Betraegen fuer die Schwestern wieder ausgleichen koennen. Ist es fuer die beiden Schwestern moeglich, nun eine andere Verteilung des Erbes vorzunehmen, als das Testament es vorsieht, und die Nichten und Neffen als zusaetzliche Erben miteinzubeziehen, damit die totale Freigrenze hoeher und die Steuersaetze kleiner werden?
Wenn ja, wie muesste man da vorgehen?
Wie muessen die Schwestern es machen, dass schlussendlich nicht nur weniger Steuern bezaehlt werden muessen, sondern die beiden Familien auch den gleichen Gesamtbetrag erben?

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage möchte ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Im Testament kann der Erblasser inhaltlich bestimmen, wie er sein Erbe verteilen will. Das Testament ist für die Erben bindend und kann nur vom Erblasser geändert werden. Es ist daher für die Schwestern nicht möglich, die Aufteilung des Erbes zu verändern.

Jeder Erwerb (Erbe oder Schenkung), der der Erbschaft- bzw. der Schenkungsteuer unterliegt, muss vom Erben bzw. der beschenkten Person innerhalb von drei Monaten dem für die Erbschaft- und Schenkungsteuer zentral zuständigen Finanzamt angezeigt werden. Darüber hinaus obliegt die Anzeigepflicht auch Standesämtern, Notaren und Gerichten für alles, was mit einem Erbfall zusammenhängt.

Von jedem Todesfall erhält das Finanzamt durch die Standesämter Mitteilung. Da aus der Nachricht in den meisten Fällen nicht hervorgeht, ob der Verstorbene nennenswertes Vermögen vererbt hat, wartet das Finanzamt einige Zeit, ob Mitteilungen von Erben oder sonstigen Erwerbern von Vermögen oder auch von dritter Seite eingehen. In Erbfällen sind z. B. Vermögensverwahrer (Banken, Sparkassen, usw.), Vermögensverwalter und Versicherungsunternehmen zur Anzeige von in ihrem Besitz befindlichen Vermögen oder von Guthaben bzw. Forderungen des Erblassers verpflichtet. Bei einem Testament, das gerichtlich eröffnet wird und aus dem sich das Verhältnis zwischen dem Erben und dem Erblasser ergibt, erhält das Finanzamt automatisch Nachricht.

Auch hieran ist zu sehen, dass eine Aufteilung und auch Besteuerung des Erbes nach dem Testament vorzunehmen ist.

Da beide Schwestern als Erben eingesetzt sind, stehen jeder Schwester 50 Prozent des Erbes zu.
Ist der Erblasser wie in Ihrem Fall von mehreren gemeinsam beerbt worden, so steht das geerbte Vermögen den Erben gemeinschaftlich zu - Erbengemeinschaft. Kein Miterbe kann über einen einzelnen Gegenstand allein verfügen. Es ist die Mitwirkung aller Erben notwendig. Das kann verständlicherweise leicht zu Problemen führen. Wenn die Erben deshalb diesen Zustand beenden wollen, müssen sie eine Erbauseinandersetzung vornehmen. Dabei sind die Nachlassgegenstände oder ihr Erlös so unter den mit Erben zu verteilen, dass jeder dem Wert nach so viel erhält, wie seinem Anteil an der Erbengemeinschaft entspricht.

Die Höhe der zu entrichtenden Steuer bemisst sich grundsätzlich nach dem Wert der Erbschaft und der Zugehörigkeit des Bedachten zu einer von drei gesetzlich vorgesehenen Steuerklassen. Weiter sind in jedem Fall gesetzlich festgelegte Steuerfreibeträge steuermindernd zu berücksichtigen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Bildstein
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 19.01.2010 | 00:18

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Sehr viel allgemeines blabla, das ich wusste, ueberall lesen konnte und nicht meine Frage beantwortete. Was sie schrieb, war korrekt, aber hat meine Frage nicht beantwortet, und sie hat die effektiven Moeglichkeiten, die sich sehr wohl bieten, einfach weggelassen.Offensichtlich hat dieser Anwalt noch nie was vom Ausschlagen eines Erbes gehoert, und dass damit dann wie hier automatisch die sehr zahlreichen Kinder erbberechtigt werden, mit entsprechend kleinerem Steuersatz und viel mehr total Freigrenze.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Selbstverständlich ist die Ausschlagung des Erbes bekannt. Um einen solchen Rat geben zu können, muss allerdings bekannt sein, ob in dem Testament keine Ersatzerben bestimmt sind und ob auch die Eltern des Erblassers tot sind und keine weiteren Geschwister des Erblassers vorhanden sind.