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Einreise USA

| 29. Juni 2008 14:11 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


Hallo,

erstmal danke für das Einrichten einer solchen Seite. Jetzt bin ich gespannt ob ihr mir meine Frage beantworten könnt. Aber nochmehr gespannt bin ich auf den Inhalt dieser Antwort.

Ich werde Ende August in die USA (Michigan) einreisen für ungefähr 6 oder 7 Tage. Dies ist eine geschäftliche Reise. Ich werde in einem Hotel wohnen das ich in unserem Reisebüro schon angebe. Diese kümmern sich um alle Angelegenheiten.
Jetzt habe ich allerdings Angst dass man mich nciht reinlässt.
Ich stand Bis zum Jahre 2000 3 Mal vor Gericht. Beim dritten Mal wurde ich dann zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten auf drei Jahre Bewährung verurteilt mit der Auflage an einer Drogentherapie teilzunehmen.
Verurteilt wurde ich wegen:
BtmG
Hehlerei
Diebstahl
Ladendiebstahl
Einbruch
Körperverletzung(nur einmal, jemanden aus Versehen mit einer Zigarette verbrannt)

Ich habe mich an alle Auflagen gehalten, habe mein Leben wieder in den Griff bekommen. Allerdings wurde ich während der Weltmeisterschaft etwas sauer auf zwei Polizisten die mir den Weg versperrt haben. Naja das Ende von diesem Lied war eine Verurteilung zu ich glaube 400€ Geldstrafe wegen Beleidigung.

Ich weiß das in meinem Polizeilichen Führungszeugnis das ich mir privat beschaffen kann die alten Sachen nicht mehr eingetragen sind. Die Beleidigung weiß ich leider nicht.

Ist meine Einreise gefährdet? Beziehungsweise was kann/muss ich tun um einreisen zu können? Vor allem hab ich Angst das mein Arbeitgeber das rausbekommt alles...

Vielen Dank

Eingrenzung vom Fragesteller
29. Juni 2008 | 14:11
Eingrenzung vom Fragesteller
29. Juni 2008 | 18:12
30. Juni 2008 | 18:47

Antwort

von


(88)
Könneritzstraße 7
01067 Dresden
Tel: 0351 2749353
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Ihre Frage beantworte ich hinsichtlich Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes folgendermaßen.

Sie sollten vor Ihrer Einreise ein Touristenvisum beantragen.
Nach den Anschlägen am 11. September 2001 haben die amerikanischen Behörden die Einreise- und Sicherheitsbestimmungen in vielen Bereichen verschärft. Hierzu gehört auch die Zusammenlegung von Datenbanken vieler unterschiedlicher Behörden. Dies hat zur Folge, dass die Beamten am Flughafen von Vorstrafen Kenntnis haben können und ihnen durch Ihr Verschweigen die Einreise verweigert wird und Sie direkt wieder nach Deutschland abgeschoben werden.

Antrag auf Erteilung eines Visums beinhaltet regelmäßig die Frage nach eventuellen Vorstrafen. Hierauf sollten Sie wahrheitsgemäß antworten. Die USA können im Zweifel eine Auskunft aus dem Bundeszentralregister gemäß § 57 BZRG erhalten. Ob Ihre Vorstrafen zur Verweigerung eines Visums führen wird, entscheidet das Konsulat. Sie haben aber damit zu rechnen, dass Sie aufgrund Ihrer Vorstrafe persönlich im Konsulat vorstellig werden müssen, um sich Fragen bezüglich Ihrer Tat und Ihrer Person gefallen zu lassen. Hier liegt es an Ihnen, wie Sie Ihre Tat begründen und welchen persönlichen Eindruck Sie beim Konsulat hinterlassen. Den Inhalt Ihres Bundeszentralregisterauszug können Sie beim zuständigen Amtsgericht einsehen.

Die Beleidigung wurde ins Führungszeugnis eingetragen, wenn sie zu einer Geldstrafe ab 90 Tagessätzen innerhalb der letzten 3 Jahre verurteilt wurden. Letzteres liegt vor, wenn Sie von der Fußballweltmeisterschaft 2006 sprechen.

Grundsätzlich wird Ihr Arbeitgeber nichts von Ihren Vorstrafen erfahren, wenn Sie ein Visum beantragen.

Ich hoffe, dass ich ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte.

Beste Grüße,

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Merkel&Dorschner
Rechtsanwälte


Rückfrage vom Fragesteller 30. Juni 2008 | 19:28

Hallo,

vielen Dank für diese ausführliche Auskunft. Leider habe ich tatsächlich nochmal Grund nachzufragen:

Sollte ich damals wegen meiner Straftaten nach Jugendstrafrecht verurteilt wurden sein, steht sicherlich garnichts drin in dem Register..oder? Denn dann würden die Einträge im BZRG nach 5 Jahren gelöscht werden, und damit die Beleidigung im Juni 2006 zu der ich erst im August verurteilt wurde und welche unter 90 Tagessätzen lag, auch nicht eingetragen, da mein register leer ist. Sehe ich das richtig?

Zweiter Fall:
Wenn im BZGR meine Verurteilungen noch drin stehen, meine letzte Verurteilung aber trotzdem unter 90TS im August 2006 liegt, ist es dann im Führungszeugnis oder im BZGR eingetragen oder beides?

Sie sagen dass die USA Zugriff auf Datenbanken vieler verschiedener Behörden hat. Später sagen Sie dass das Konsulat im Zweifel einen Auszug aus dem BZGR anfordern könne wenn ich beim Visumantrag mich als nicht vorbestraft ausgebe. Heißt das dass die USA bei meiner Einreise sonst nur Zugriff auf die Datenbank der Polizei aber nicht auf das BZGR hat?

Fall Abschiebung nach Deutschland:
heißt das ich werde direkt in den nächsten Flieger gesetzt und nach Deutschland geschippert oder werde ich erst in Verwahrung genommen und wer bezahlt das alles? Oder muß ich dann wie man es aus Filmen kennt eine Woche am Flughafen schlafen und auf meinen sowieso gebuchten Rückflug warten?

Also, wirklich vielen Dank für das Antworten und auch dass es diese Seite gibt. Das ermöglicht vielen wie auch mir schnelle und kompetente Beratung zu bekommen und hilft auf den Weg zu einer Entscheidung. Ich persönlich bereue zeitweise und teilweise (denn zum Teil hat es mir ja auch Spaß gemacht) was ich früher getan habe vor allem in solchen Momenten. Aber genau wegen solchen Dingen habe ich mich gebessert (bis auf diese Ausnahme 2006) und möchte das hier auch allen anderen ans Herz legen:
Verbrechen lohnt sich nicht!

oder:

Das Leben ist wie ein Boomerang!

Viele nette und sonnige Grüße aus Frankfurt am Main


Ergänzung vom Anwalt 1. Juli 2008 | 12:42

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

1. Auch Verurteilungen zu Jugendstrafen nach dem Jugendstrafrecht werden ins BZR eingetragen. Die Grenze zur Eintragung liegt bei einer Jugendstrafe ab 2 Jahren mit Bewährung und bleibt 5 Jahre im BZR stehen.
Sollte Sie damals als Jugendlicher verurteilt worden sein, dann sind diese Strafen mittlerweile getilgt und die unter 90 Tagessätzen abgeurteilte Beleidigung wird ins BZR, aber nicht ins Führungszeugnis eingetragen.
Wie gesagt, falls Sie sich nicht sicher sind, dann können Sie neben der Beantragung des Führungszeugnisses, auch uneingeschränkte Einsicht ins eigene BZR nehmen.

2. Die US Behörden können im Zweifel Einsicht gem. § 57 BZRG ins BZR verlangen. Ob dies tatsächlich im jeweiligen Einzelfall gemacht wird, kann man nicht seriös vorhersagen. Von der Kenntnis eines Eintrages im Führungszeugnis ist auszugehen.

3. Bei einer Einreiseverweigerung, darf man nicht in die USA einreisen. Das heißt, Sie werden am Flughafen in Verwahrung genommen und mit dem nächst möglichem Flug kostenpflichtig nach Deutschland zurückgeschickt.


So, ich hoffe Ihre Fragen sind beantwortet.
Beste Grüße,

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Merkel & Dorschner
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