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Einrede der Verjährung gegen Vollstreckungsbescheid


| 21.12.2012 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Gegen mich liegt ein titulierter Vollstreckungsbescheid vom 18.03.87 vor:
Hauptforderung + Kosten, zzgl., Zinsen auf Gesamtbetrag. Außerdem steht rechts daneben in einer Spalte: "8,25% jährliche Zinsen auf DM...... ab 06.03.87 AUFGRUND BANKKREDIT".

Verjährung Hauptforderung: 30 Jahre
Unterliegen die Zinsen "8,25% jährliche.....BANKKREDIT" der 3-.jährigen Verjährungsfrist (Einrede der Verjährung) oder auch den 30 Jahren?

Gemäß angeforderter Forderungsaufstellung wurden u.a. folgende Kosten berechnet:
07.87 Vollstreckungsauftrag
09.87 EV-Antrag
04.98 Einwohnermeldeamtsanfr.
11.99 Anfrage EV
07.01 Einwohnermeldeamtsanfr.
02.05 w.v.
11.12 Anschriftenermittlung

Da die Zinsforderung der Inkassostelle mehr als das Doppelte der Hauptforderung beträgt, bitte ich um Beantwortung meiner Frage, ob eine Einrede der Verjährung sinnvoll ist oder ich in den Apfel beißen muss.
Danke
Sehr geehrter Ratsuchender,


hier gilt es die unterschiedliche Verjährung von tituliertem Anspruch und titulierten Zinsen zu beachten:


Für den rechtskräftig festgestellten Anspruch der Hauptforderung beträgt die Verjährungsfrist 30 Jahre nach § 197 I Nr. 3 BGB.

Die titulierten Zinsen hingegen, die ja erst nach Rechtskraft fällig werden, unterliegen der kurzen regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren nach §197 II BGB.


Dieses heißt für Sie nun, dass der Gläubiger der Hauptforderung 30 Jahre Zeit hat, bis Sie sich ausdrücklich auf die Einrede der Verjährung der titulierten Hauptforderungen berufen können und Zahlung verweigern können.

Bei den Zinsen hat der Gläubiger nur 3 Jahre Zeit; so dass Sie die Einrede der Verjährung erheben sollten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


Bewertung des Fragestellers 22.12.2012 | 13:41


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Vielen Dank für die freundliche Bewertung ... MfG RA Thomas Bohle