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Einnahmen aus Buchveröffentlichung

| 29.06.2009 10:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Sehr geehrter Anwalt,

hauptberuflich bin ich als Sachbearbeiterin tätig und habe nebenher ein Buch verfasst, dass jetzt über einen Verlag (mit entsprechendem Vertrag) veröffentlicht wird.

Eventuell ist eine weitere Buchveröffentlichung langfristig geplant
(2-3 Jahren). Das ist jedoch noch nicht sicher.

Wie ist dieser Sachverhalt steuerlich und sozialversicherungs-rechtlich von mir zu behandeln?

Sind die Einkünfte als Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit nach ESTG §18 anzugeben? Ist eine Steuernummer beim Finanzamt für diesen Sachverhalt zu beantragen? Die nicht unerheblichen Kosten kann ich vermutlich von den Einnahmen abziehen? Muss ich diese Einkünfte auch der Krankenkasse melden?

Gibt es noch weitere Meldungen oder Zahlungen, die ich beachten muss?

Mit freundlichen Grüßen
B.



Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung und auf Grundlage des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Einnahmen aus einer schriftstellerischen Tätigkeit sind Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit gem § 18 EStG. Sie müssen eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung für das jeweilige Veranlagungsjahr machen. Hinsichtlich der anfallenden Einkommensteuer werden dann die Einkünfte ( Einnahmen-Ausgaben) aus dieser freiberuflichen Tätigkeit und die Einkünfte aus Ihrem Angestelltenverhältnis im Rahmen der Jahressteuererklärung der Einkommensteuer unterworfen.

2. Hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht bestehen Besonderheiten. Sofern Sie die Tätigkeit lediglich in geringem Umfang ( 15 Stunden pro Woche) ausüben UND lediglich monatliche Durchschnitteinkünfte i.H.v 400 € haben, ist die Tätigkeit sozialversicherungsfrei. Ansosnten müssen Sie die Einnahmen den Sozialversicherungsbehörden melden.

3. Eine Steuernummer sollten Sie bereits haben, sofern Sie einen Lohnsteuerjahresausgleich bereits vorgenommen haben. Ansonsten sollten Sie eine solche beantragen.

4. Weiterhin sollten Sie sich entscheiden, ob Sie im Rahmen der Kleinunternehmerregelung die Einnahmen ohne Umsatzsteuer in Rechnung stellen, oder ob Sie bereits mehr Einnahmen haben als für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung erlaubt. Dann müssten Sie Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer ausstellen, wären im Umkehrschluss aber vorsteuerabzugsberechtigt. Gleichfalls müssten Sie dann Umsatzsteuerjahreserklärungen und Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.

Insgesamt wäre es empfehlenswert einen Rechtsanwalts- oder Steuerberaterkollegen zu einer umfassenden Beratung zu konsultieren. Hierbei sollten dann insbesondere anhand der Verträge und der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben die notwendigen Entscheidungen getroffen werden.
Eine solche Beratung kann in diesem Erstberatungsforum nicht vorgenommen werden, ich stehe Ihnen jedoch, gegen gesonderte Vergütung für eine solche Beratung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich, wenn Sie ein unverbindliches Angebot erhalten möchten.

Bewertung des Fragestellers 29.06.2009 | 14:22

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