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Einnahmen als Übungsleiter etc. (§3 Nr. 26 EStG)

29.08.2019 01:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich bin in einem Angestelltenverhältnis.
Nebenbei habe ich im November '17 für eine Jugendherberge (Gemeinnütziger Verein) einen Film (Imageclip) erstellt.
Ich habe eine "Rechnung" gestellt und bekam das Geld im Januar '18 überwiesen.
-> Soweit ich das §3 Nr. 26 EStG verstanden habe sind "künstlerische" Tätigkeiten (Filmemacher ist wohl eine) für eine gemeinnützige Einrichtung bis 2400€ Steuerfrei. Auch Nebenberuflich

Im Sept. '18 wurde ein Gewerbe unter Anwendung der Kleinunternehmerregelung gegründet.
Mit diesem Gewerbe habe ich noch zwei weitere kleine Aufträge für die Jugendherberge übernommen welche auch als Einnahmen in der Steuererklärung angegeben wurde.

Nun hat das Finanzamt die Einnahmen aus Januar ebenfalls komplett als Einnahmen aus Gewerbebetrieb deklariert. Begründung: §3 Nr. 26 EStG ist aufgrund der Tätigkeit nicht abzugsfähig. Obwohl a) zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung (Nov. 2017) noch gar kein Gewerbe angemeldet war und b) die Tätigkeit (Filme machen) durchaus künstlerisch ist.

Welche Chancen beim Widerspruch habe ich?

29.08.2019 | 13:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Fragen wie folgt.

Ich gehe bei der Beantwortung der Frage davon aus, dass Sie mit "Gewerbeanmeldung" die Anmeldung bei Ihrem zuständigen Gewerbeamt meinen, wenn Sie die Anmeldung beim Finanzamt meinen, dann ist das die steuerliche Erfassung.

Durch die Anmeldung beim Gewerbeamt geht das Finanzamt davon aus, dass Sie gewerbliche Einkünfte erzielen (§ 15 EStG ), dabei erfasst das Finanzamt alle damit zusammenhängenen Einnahmen. Auch die Rechnung aus dem Vorjahr, da diese nämlich im Veranlagungsjahr erst als Zahlungseingang bei Ihnen erfolgte, da Sie nämlich ein Einnahmen-/Überschussrechner sind, d.h. erst werden nur tatsächliche Ausgaben und Einnahmen erfasst. Diese Erfassung ist auch unabhängig von einer Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt. Das Gewerbeamt könnte Ihnen aber ein Bußgeld auferlegen, weil Sie vor Anmeldung tätig waren.

Zur Tätigkeit an sich, Sie sollten Einspruch einlegen, mit der Begründung, dass Ihre Einnahmen fälschlicherweise als gewerblich eingeordnet wurden. Denn eigentlich üben Sie eine freiberufliche Tätigkeit aus und erzielen Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit (§ 18 EStG ), die Begründung finden Sie im Urteil des BFH vom 02.12.1980 VIII R 32/75 . Wenn die darin geschilderten Voraussetzungen bei Ihnen zutreffen, dann sind Sie Künstler und Ihre Einnahmen fallen unter § 18 EStG .

Wenn Sie dies erreicht haben, können Sie die Übungsleiterpauschale geltend machen, falls die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Für den Fall, dass Sie das Einspruchsverfahren nicht selbst führen wollen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Ich hoffe, ich habe Ihre Fragen beantwortet, für eventuelle Nachfragen können SIe gerne die kostenlose Nachfragefunktion nutzen.

Bitte beachten Sie, das auch kleine Sachverhaltsabweichungen zu einer gänzlich anderen Bewertung führen könne.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


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