Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Einmonatige Kündigungsfrist?


| 30.10.2005 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo!

Ich würde gerne zum 1. Dezember 2005 meine jetzige Wohnung kündigen. Die vom Vermieter beauftragte Maklerin teilte mir aber mit, ich könnte frühestens zum 15.12. ausziehen, d.h. ich müsste noch die halbe Dezember-Miete zahlen.

Nun ist es aber so, dass ich zwar einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer Kündigungsfrist von vier Wochen zum Monatsende habe, der aber bereits seit dem 1.4. dieses Jahres „abgelaufen“ ist. Ich zog am 1.4.2004 ein, den Vertrag stellte mir ein anderer Makler aus – der Vorgänger der jetzigen Maklerin.

In meinem Vertrag steht wörtlich:

Vertragslaufzeit: 12 Monate
(...)
- Kündigungsfrist: 4 Wochen zum Monatsende, bei Eingang der Kündigung bis zum 3. Werktag des Monats
(...)
Mietvertragslaufzeit: über 12 Monate
(...)
- Besteht das Mietverhältnis länger als ... [hier ist tatsächlich keine Eintragung vorgenommen worden, Anm. des Fragestellers] Monate, ist ein unbefristeter Mietvertrag (Hamburger Mietvertrag für Wohnraum) mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten auszustellen.
- Es gelten sämtliche Vertragbestimmungen des Hamburger Mietvertrages für Wohnraum
(...)

Das Problem ist: Nach den zwölf Monaten habe ich keinen unbefristeten Mietvertrag ausgestellt bekommen. Ich habe auch nicht danach gefragt, alles lief ganz normal weiter.

Ich weiß zwar nicht, ob das relevant ist, aber der Makler hat es –ebenso wie der Verwalter- versäumt –trotz meiner anfänglichen Nachfragen- mir eine durch Vermieter und Makler unterschriebene Kopie des Vertrages auszuhändigen. So kommt es, dass mein Exemplar des Mietvertrags nur durch mich unterschrieben ist. Der damalige Makler hat aber ein weiteres, von mir unterzeichnetes Exemplar einbehalten.

Meine Frage lautet daher: Sollte ich mich auf das „großzügige Angebot“ der Maklerin (die gar nicht genau zu wissen schien, was ich für einen Vertrag habe) einlassen und die halbe Dezembermiete zahlen? Oder bin ich im Recht, wenn ich von einer vierwöchigen Kündigungsfrist ausgehe – in Ermangelung eines gültigen Mietvertrages?

Noch zwei Sätze zum formalen Ablauf, falls das irgendwie von Bedeutung für mein weiteres Handeln sein könnte: Die Maklerin sagte mir am Telefon, ich solle dem Vermieter einfach postalisch kündigen und ihm, im Bezug auf das Gespräch mit der Maklerin, mitteilen, ich würde bis zum 15.12 die Wohnung räumen und auch bis dahin Miete zahlen. Der Vermieter selbst spricht nicht mit Mietern, verweist auf Verwalter und Maklerin.

Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,


soweit der Vermieter nicht bereit ist, persönlich mit Ihnen zu verhandeln, muss er sich gleichwohl das Verhalten seiner Stellvertreter zurechnen lassen.

Nachdem das ursprüngliche als befristet vereinbarte Mietverhältnis – mit zwischenzeitlich vereinbarter einmonatiger Kündigungsfrist – ausgelaufen ist, besteht bei der in Ihrem Fall stillschweigend geduldeten weitergehenden Wohnnutzung leider nur das gesetzliche Kündigungsrecht mit dreimonatiger Frist.

Dementsprechend ist es hier für Sie günstiger, sch auf das Angebt der Vermieterin einzulassen. Die ehemals mögliche einmonatige Kündigungsfrist steht Ihnen leider nicht mehr zur Seite.

Ich hoffe, Ihnen mit der Prüfung der Rechtslage weitergeholfen zu haben.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnell, präzise, kompetent, verständlich. So soll es sein. Toller Service! Vielen Dank. "