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Einmalige und/oder jährliche Testamentsvollstreckervergütung?

02.01.2011 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


22:11

Mein Chef hat mich als seine Testamentsvollstreckerin eingesetzt.

Konkret steht im notariellen Testament:

Mein Testamentsvollstrecker soll meinen Nachlass auseinandersetzen und die vorhandenen beiden Grundstücke verwalten, solange die Vermächnisse andauern ( Das ist ein lebenslanges Wohnrecht für die Lebensgefährtin und freie Lieferung von Strom, Wasser usw.)
Die Vergütung des Testamentvollstreckers (ich bin namentlich genannt-) soll nach der überarbeiteten reinischen Tabelle in Euro vorgenommen werden, gleiches gilt für die Dauertestamentsvollstreckung.

Hier meine konkrete Frage:

Die Kinder werden alle ihren Pflichtteil fordern.
D.h. ich werde ein Nachlassverzeichnis aufstellen, Kredite aufnehmen usw. um die Erben auszuzahlen, eben das was die Aufgaben eines Testamentvollstreckers sind.
Danach werde ich in dieser Eigenschaft die Geschäfte weiterführen, bis zu 30 Jahren.
Steht mir sowohl eine einmalige Testamentsvollstreckergebühr zur Abwicklung der Pflichtteile, als auch die jährliche Vergütung als Dauertestamentsvollstrecker zur führung der Geschäfte zu? So soll es eigentlich sein, denn er hat ja sowohl die Vergütung der Testamentsvollstreckung, als auch die der Dauertestamentsvollstreckung erwähnt, aber im Internet findet sich nur das Eine oder das Andere.

Mit Grüßen
Wilde

02.01.2011 | 19:55

Antwort

von


(1164)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Nach der fortentwickelten Rheinischen Tabelle, die auch von dem Deutschen Notarverein empfohlen wird, ergibt sich für den Testamentsvollstrecker nachfolgendes Vergütungsmodell:

1. Vergütungsgrundbetrag

Dieser Betrag deckt die einfache Testamentsvollstreckung ab. Die Höhe des Vergütungsgrundbetrages ist abhängig von der Höhe des Bruttonachlasswertes und wird wie folgt ermittelt:

Nachlasswert bis 250.000 € 4%
Nachlasswert bis 500.000 € 3%
Nachlasswert bis 2.500.000 € 2,5%
Nachlasswert bis 5.000.000 € 2%
Nachlasswert ab 5.000.000 € 1,5%,

mindestens aber der höchste Betrag der Vorstufe.

Bei der Abwicklungsvollstreckung können darüber hinaus noch Zuschläge geltend gemacht werden:

a)

Zuschlag von 2/10 bis 10/10 des Vergütungsgrundbetrages bei aufwendiger Grundtätigkeit (besondere Maßnahmen zur Ermittlung, Sichtung und Besitznahme des Nachlasses, Erstellung eines Nachlassverzeichnisses, Bewertung des Nachlasses, Regelung von Nachlassverbindlichkeiten einschließlich inländischer Erbschaftsteuer)

b)

Zuschlag von 2/10 bis 10/10 des Vergütungsgrundbetrages bei Auseinandersetzung (Aufstellung eines Teilungsplans und dessen Vollzug)

c)

Zuschlag von 2/10 bis 10/10 des Vergütungsgrundbetrages bei komplexer Nachlassverwaltung (Auslandsvermögen, Gesellschaftsbeteiligungen, Beteiligung an Erbengemeinschaft, Rechtsstreitigkeiten, Erben mit Wohnsitz im Ausland

d)

Zuschlag von 2/10 bis 10/10 des Vergütungsgrundbetrages bei aufwendigen oder schwierigen Gestaltungsaufgaben (Umstrukturierung, Umschuldung, Verwertung - sog. Versilbern)

e)

Zuschlag von 2/10 bis 10/10 des Vergütungsgrundbetrages bei Steuerangelegenheiten (Erbschaftsteuer)

Zusätzlich zu den bereits genannten Vergütungen ist bei einer Dauertestamentsvollstreckung noch weitere Vergütung geschuldet.

1) Normalfall der Dauertestamentsvollstreckung

1/3 bis 1/2 % des in dem Jahr nach der Erbschaftssteuerveranlagung gegebenen Nachlassbruttowertes oder - wenn höher - 2 bis 4 % des jährlichen Nachlassbruttoertrags.

2) Vollstreckung über Geschäftsbetrieb

Dies kommt nach Ihrem Sachvortrag nicht in Betracht.

Da es sich in Ihrem Fall um eine Dauerabwicklungsvollstreckung handelt, können Sie den o.g. beschriebenen Vergütungsgrundbetrag als auch die jährliche Vergütung für die Dauertestamentsvollstreckung beanspruchen. Ob darüber hinaus noch weitere Zuschlagsvergütungen in Betracht kommen, kann ich von hier aus nicht abschließend beurteilen.

Wenn Sie hierzu eine Stellungnahme wünschen, so können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen.



Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 02.01.2011 | 22:08

Danke,eine Frage noch:

Also obwohl es im Internet nirgendwo zu finden ist, kann ich beide Vergütungen nebeneinander

a. Grundbetrag für einfache Testamentsvollstreckung ( evt. mit Zuschlägen)

und zusätzlich

b. Die jährliche Vergütung für die Dauertestamentsvollstreckung bekommen.

Können Sie mir das so bestätigen?

Birgit Wilde

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.01.2011 | 22:11

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Ja, das ist richtig. Wenn Sie es wünschen, kann ich Ihnen einen Überblick an die Hand geben.

Zu diesem Zweck mögen Sie sich kurz per E-Mail an mich wenden.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

ANTWORT VON

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