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Einleitung gerichtliches Mahnverfahren


04.11.2007 22:13 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Guten Abend,

ich habe bis Ende August in einer Wohngemeinschaft gewohnt, aus der ich zum 01.09. ausgezogen bin, mich umgemeldet und einen Nachsendeantrag gestellt habe. Mit meinem ehemaligen Mitbewohner habe ich quasi keinen Kontakt mehr.

Nun rief er mich jedoch an, weil drei Briefe für mich gekommen waren, von denen einer rot durchschimmerte und er eine Vorahnung hatte.

Und zwar geht es um eine offene Rechnung von einem Arztlabor über 280,-. Die Arztrechnung selber ist lange bezahlt, die Laborrechnung habe ich anscheinend nicht richtig beachtet. Bei meinem Umzug sind ausserdem sämtliche Arztrechnungen durcheinander geraten. Mitte letzter Woche habe ich daher alles in einem großen Umschlag zur privaten Krankenkasse geschickt, mit der Bitte alle offenen Rechnungen zu begleichen.

Ich gehe davon aus, dass die Laborkosten daher bereits beglichen sind.

Nun habe ich die 3 Briefe bekommen.
1. vom 09.10. die Information von Creditreform über die Beauftragung zum Inkasso mit der Aufforderung zum 19.10. zu zahlen. Betrag 356,30 zzgl. weiterer Zinsen. Ausserdem der Hinweis, dass meine Zahlungsmoral bei Creditreform gespeichert werde.

2. vom 19.10. ein Brief mit Bitte um Rückruf in einer drigenden Angelegenheit.

3. vom 26.10. der rote Brief über Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens. Zahlungsziel der 05.11., also morgen. Der ausgefüllte Mahnbescheid würde sonst sofort bei Gericht eingreicht werden.

Alle 3 Briefe wurden über einen privaten Zustelldienst an meine ALTE Adresse gesendet, bei der ich weder gemeldet noch sonstwie mehr erreichbar war. Mein ehemaliger Mitbewohner hat mir heute gesagt, dass der Name am Briefkasten geändert wurde, wusste aber nicht seit wann. An der Klingel aussen wurde mehrmals ein neues Schild angebracht, das aber ebenfalls mehrmals von irgendwem abgenommen wurde.

Nun meine Fragen:

1. Ist die Zustellung wirksam?

2. Die Mahngebühr sehe ich als gerechtfertigt an, aber muss ich auch die Inkassokosten tragen? Im ersten Brief werden auch Auslagen inkl. Auskunftsgebühr aufgeführt. Eine Auskunft scheint ja nicht erfolgt zu sein, sonst wäre ja meine neue Adresse bekannt gewesen.

3. Wie muss ich nun am schlausten vorgehen? Ich habe ja nur den morgigen Tag. Mit wem sollte ich sprechen? Mit Creditreform oder gleich zum Gericht?

4. Was werden nun für Daten über mich gespeichert und wie lange?

5. Ist es sinnvoll dafür einen Anwalt einzuschalten? Ich bin Student und nicht rechtsschutzversichert.

Vielen Dank schon mal


Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihren Fragen.

1.
Eine förmliche Zustellung ist im außergerichtlichen Inkassoverfahren noch nicht erforderlich.

2.
Sie müssen die Inkassokosten in Höhe der Gebühren eines Rechtsanwaltes bezahlen, wenn Sie sich vor der Beauftragung der Creditreform im Verzug befunden haben. Dies war im Zweifel der Fall, wenn Sie das Zahlungsziel der Rechnung überschritten haben.

3.
Klären Sie zunächst ab, ob die Rechnung bereits gezahlt ist. Lassen Sie dann der Creditreform einen Zahlungsnachweis zukommen. Das Gericht wurde nach Ihrer Schilderung noch gar nicht eingeschaltet.

4.
Rechtsgrundlage ist § 29 BDSG. Gespeichert wird die Zahlungsverzögerung. Gelöscht werden die Daten am Ende des vierten Kalenderjahres beginnend mit ihrer erstmaligen Speicherung, es sei denn, dass eine längerwährende Speicherung nicht erforderlich ist.

5.
Es entstehen zusätzliche Kosten, die voraussichtlich von Ihnen zu zahlen sind (ggfls. erhalten Sie aber Beratungshilfe). Eine Kostenerstattung durch die Gegenseite ist unwahrscheinlich.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
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