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Einleitung Strafverfahren wegen Verdacht auf Verstoß gegen BtMG i.V.m Bannbruch

| 07.03.2019 14:16 |
Preis: 80,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


Zusammenfassung: Mach Sie als Beschuldigter eines Ermittlungsverfahrens keine Angaben zur Sache, bevor Sie nicht die genauen Vorwürfe und Beweismittel durch eine anwaltliche Akteneinsicht in Erfahrung gebracht haben!

Guten Tag,

mich erreichte heute Post vom Hauptzollamt über die Bekanntgabe folgenden Sachverhaltes:

"Bekanntgabe der Einleitung eines Strafverfahrens wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) i.V.m Bannbruch gem. §372 Abgabeordnung (AO); Anhörung"

Mir wird also unterstellt ich hätte ein Betäubungsmittel bestellt welches auf meine Adresse geliefert werden sollte.
Da steht auch noch: "Inhalt der Sendung ist Methylphenidat."

Nur habe ich nichts bestellt. Anbei liegt ein Anhörungsbogen der mit Zeit gibt bis zum 25.3. Stellung zu nehmen.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Soll ich einen Anwalt vor Ort kontaktieren oder alles verneinen?

Welche Strafe erwartet mich falls ich mich nicht verteidigen kann?

Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ganz offensichtlich sollen Sie das Medikament Ritalin oder dessen Wirkstoff rechtswidirg eingeführt haben. Es kann sich hierbei um ein Missverständnis handeln. Denkbar wäre aber auch, dass ein anderer Täter von seiner eigenen Tat abzulenken versucht, indem er Ihnen die Tat unterschieben will.

Ob Sie alles leugnen, schweigen oder sich anderweitig verteidigen sollten, kann gegenwärtig nicht abschließend bewertet werden. Eine seriöse Auskunft hierüber kann Ihnen erst nach Einholung einer Akteneinsicht gegeben werden, wenn beurteilt werden kann, aus welchen Anhaltspunkten oder Beweismitteln der gegen Sie erhobene Verdacht herrührt.

Das Ihnen zustehende Akteneinsichtsrecht kann nur durch eine(n) zugelassenen Rechtanwalt/-anwältin ausgeübt werden. Daher empfehle ich Ihnen tatsächlich, einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Dies muss kein Kollege (bzw. Kollegin) bei Ihnen vor Ort sein. Eine Akteneinsicht erfolgt ohnehin in der Gestalt, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsakte postalisch an den Rechtsanwalt übermittelt. Schriftstücke können heutzutage auch per Telekommunikation ausgetauscht werden.

Gern können Sie auch mich mit der Akteneinsicht beauftragen. Der hier getätigte Einsatz wäre dann auf die weiteren Kosten anzurechnen. Ich werde Ihenn in Kürze ein gesondertes Angebot hierfür unterbreiten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 07.03.2019 | 16:51

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