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Einladung/Berfragung Polizei


| 30.03.2007 13:35 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Hallo.

Vorweg... ich bin vor 2 Jahren verurteilt worden u.a. wegen einem Einbruch Delikt und bin jetzt noch ca 1 Jahr auf Bewährung.

Ich werde demnächst einen Brief bekommen von der Polizei das ich als Beschuldigter vernommen werden soll.
Da ein Freund wegen der selben sache schon befragt wurde weiß ich um was es geht.

Vor ca 2 Jahren bin ich mit einem Freund mit der S Bahn nach karlsruhe gefahren, auf dem Weg in die City sind wir an einer Baustelle vorbei gekommen die nicht abgezäunt war. Da wir aufs WC mussten waren wir auf der suche nach einer Toilette auf dieser Baustelle. Auf dem weg der suche sind wir in einen Beleuchteten Fahrstuhl angelangt, den wir betraten um in die untere ebene zu gelangen wo auch die Fußgängerzone liegt.
Während der Fahrt ist der Fahrstuhl stecken geblieben, licht aus, nix ging mehr und wir stecken fest, zu diesem Zeitpunkt war es ca 19 - 19.30 Uhr
Stundenlanges Rufen um Hilfe und versuche mit dem Handy was kein Netz hatte um Hilfe oder Notdienst zu gelangen waren vergebens.
Nach Stunden haben wir es geschafft ohne irgendwelches werkzeug die seitenverkleidung des Fahrstuhl aufzuhebeln um ins freie zu gelangen, ich bin in den Fahrstuhlschacht geklettert, alles Dunkel ausser einen kleinen leuchte an meinem Schüsselbund, nach oben auf den Fahrstuhl, über die Seile um an eine Schiebetür zu gelangen. Dann habe ich die Schiebetür aufgekommen, bin zurück geklettert um meinen Freund zu holen der im Fahrstuhl wartete um ihn den weg ins freie zu zeigen.
Mein Freund hatte sich beim klettern verletzt sodaß er geblutet hat. Ende der Geschichte war das wir morgens um ca 5 - 6 Uhr ins frei gelangen, mit leichten Verletzungen, verissener und stark verschmutzter kleidung.
Da ich zu der zeit nicht der Anständigste war und jeden Kontakt mit der Polizei vermieden hatte, haben wir auch keine Polizei gerufen und sind morgens um ca 6.30 mit der S Bahn nach Haus gefahren.
Nun werde ich wie gesagt von der Polizei geladen um als Beschuldigter (vermutlich wegen Einbruch oder versuchtem Einbruch) zu dieser Sache vernommen zu werden.
Ich denke das im Fahrstuhl Fingerabdrücke und DNA spuren von uns gefunden wurden, die ich schon vor ca 2 Jahren bei der Polizei abgegeben habe.
Was soll ich tun?
Aussagen wie es gewesen ist oder Aussage verweigern?
Ich möchte daraus keine große sache machen da ich mir momentan auch keinen Anwalt leisten kann.
Kann ich selber wenn es zu einer Anzeige kommt, gegen den Betreiber der Baustelle oder des Fahrstuhls Anzeige erheben?
Kommen kosten auf uns zu wegen diesem Fahrstuhl?
Es wurde nichts entwendet und es lag zu keiner Zeit ein Hintergrund irgendeiner Straftat vor!!!
Mein Freund wurde schon befragt und hat die sache so geschildert wie es gewesen ist.

Ich würde mich auf baldige Hilfe freuen...

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Primär ist hier an Sachbeschädigung zu denken, für die Annahme eines versuchten (Einbruch-) Diebstahls gibt Ihre Schilderung allein nicht genug her.

Da Sie allerdings unter laufender Bewährung stehen, wäre es geradzu fahrlässig ohne Kenntnis des Tatvorwurfs und des Akteninhalts zur polizeilichen Vernehmung zu erscheinen und dort umfangreich Angaben zu machen.

Sie sollten zuvor einen Anwalt mit der Akteneinsicht beauftragen und sich danach entsprechend zum Aussageverhalten beraten lassen.

Da Ihnen aufgrund der laufenden Bewährung für den Fall einer neuerlichen Verurteilung prinzipiell der Bewährungswiderruf droht, haben Sie begründete Aussichten in dieser Angelegenheit einen Pflichtverteidiger gestellt zu bekommen, der seine Gebühren zunächst gegenüber der Justizkasse geltend machen wird.

Somit sollten Sie auch ohne momentane finanzielle Rücklagen über das Gespräch mit einem Anwalt nachdenken, wobei Sie Ihre finanzielle Situation und die Hoffnung auf einen Pflichtverteidiger natürlich sofort erwähnen sollten.

Im Moment sehe ich darüber hinaus keinen Sinn -von den Efolgsaussichten zu schweigen- darin, den Betreiber der Baustelle bzw. des Fahrstuhls anzuzeigen.

Für die Frage nach zivilrechtlichen Zahlungsanspürchen gegen Sie kommt es zunächst maßgeblich darauf an, ob Sie den Fahrstuhl benutzen durften, also ob er öffentlich zugänglich war. Denn dann hat der Betreiber zunächst für dessen Verkehrssicherheit zu sorgen. Inwieweit dies hier geschehen ist, kann aus der Ferne natürlich nicht abschließend beurteilt werden, das Steckenbleiben spricht zunächst dagegen. Sollten in dieser Sache Forderungen an Sie herangetreten werden, sollten Sie unter dem Hinweis auf Beratungs- und Prozeßkostenhilfe ebenfalls anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Abschließend empfehle ich nochmals, zunächst keine Angaben zur Sache zu machen und einen Kollegen unter Hinweis auf die angestrebte Pflichtverteidigung zwecks Akteneinsicht und erster Beratung zu beauftragen.

Ich hoffe, Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2007 | 15:51

Hallo nochmals,
Ich habe soeben nochmal mit dem Freund gesprochen der dabei war. Wie gesagt dieser hat schon ausgesagt, und wohl auch erwähnt das ich dabei war. Er meinte die Polizei hätte sowieso unsere Fingerabdrücke und DNA spuren dort gefunden. Zum zweiten hat dieser Kumpel gesagt, er würde befragt worden wegen "Verdacht des schweren Diebstahls". Aber wie gesagt, es wurde nichts entwendet oder ähnliches. Die Firma die da wohl baut hätte eine Anzeige gemacht, und die kosten des Fahrstuhl bzw der Reparatur beläuft sich auf ca 40.000 EUR. Die Firma hätte auch gesagt das der Fahrstuhl ausser Betrieb war, aber wie bitte hätten wir den mit dem Fahrstuhl fahren können? Der Fahrstuhl war definitiv in Betrieb und alles war an und hat geleuchtet.
Es wäre also besser nicht bei dem Termin zu erscheinen und einen Anwalt damit zu beauftragen Akteneinsicht zu beantragen?
Oder soll ich zum Befragungstermin erscheinen und sagen das ich ohne einen Anwalt keine Aussage machen werde ?
Vielen Dank vorab sie haben mir sehr geholfen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.03.2007 | 15:57

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der Information Ihres Freundes zum Ermittlungsgegenstand und der Schadenshöhe sollten Sie vor dem Hintergrund eines möglichen Bewährungswiderrufs (einschlägige Vortat !) vor einer Aussage unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und bis zur erfolgten Akteneinsicht keinerlei Angaben zur Sache machen. Am besten nehmen Sie den Termin nicht wahr, damit man auch nicht versuchen kann Sie "informell" in ein Gespräch zu verwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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