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Einladung


| 24.12.2007 11:26 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Ich habe eine Brieffreundin in Sibirien (Krasnojarsk).
Ich habe sie letzten August eingeladen. das Visum wurde trotz Verpflichtungserklärung + Krankenversicherung abgelehnt.
Im November habe ich sie 1 Woche besucht.
Im Mai 08 möchte ich sie wieder Einladen.
Was kann ich tun damit das Visum nicht wieder abgelehnt wird und wie teuer wird das?

MfG Georg Christ
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Ein Besuchsvisum wird nur Personen erteilt, die hinreichend wirtschaftlich und persönlich in ihrem Heimatland verwurzelt sind und bei denen folglich davon ausgegangen werden kann, dass sie bei Ablauf ihres Visums ohne Probleme wieder in ihr Land zurückkehren werden. Wenn jemand keine eigene Familie, also Ehepartner und im Idealfall auch noch Kinder, im Heimatland hat, sind die Botschaften schon sehr zögerlich bei der Visumsvergabe. Sofern noch hinzukommt, dass der Antragsteller keinen festen Arbeitsplatz in seiner Heimat hat und auch ansonsten keine objektivierbaren Bindungen, etwa Immobilienbesitz o.ä., ist die Erteilung eines Visums praktisch ausgeschlossen.

Sie sehen also, dass es nicht ausschließlich von Ihnen abhängt, ob Ihre Brieffreundin Sie in Deutschland besuchen darf oder nicht, sondern es kommt in erster Linie auf die persönlichen Verhältnisse Ihrer Brieffreundin an. Sie muss nachweisen, dass sie in Russland so stark verwurzelt ist, dass keine Zweifel an ihrer Rückkehrbereitschaft bestehen. Da das Visum schon einmal abgelehnt wurde, vermutlich aus eben diesem Grund, kann ich Ihnen daher leider keine Hoffnung machen, dass Sie in nächster Zeit einen Besuch Ihrer Brieffreundin hier in Deutschland in die Tat umsetzen können werden, egal, wieviel Geld Sie hierfür aufwenden.

Es tut mir sehr Leid, dass ich Ihnen keine bessere Auskunft geben kann. Das europäische Recht ("Schengen") sorgt dafür, dass Ausländer aus Drittstaaten kaum Möglichkeiten haben, sich zu Besuchszwecken in ein EU-Land zu begeben.

Ich wünsche Ihnen trotzdem ein gesegnetes Weihnachtsfest und geruhsame Festtage.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 24.12.2007 | 14:42

Sie schreiben, es ist kaum Möglich sich zu Besuchszwecken in ein EU-Land zu begeben. Fuer welchen Zweck müsste sie ein Visum beantragen, damit sie kommen kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.12.2007 | 09:10

Etwas einfacher gestaltet sich der Erhalt eines Besuchsvisums für Geschäftsreisende, also für Personen, die auf Einladung eines Unternehmens hin Deutschland zu geschäftlichen Zwecken besuchen. Für Privatbesuche ist ein solches Visum jedoch nicht gedacht, Ihre Brieffreundin bekäme erheblichen Ärger und Probleme bei zukünftigen Visumsanträgen, wenn sie einen geschäftlichen Zweck vorschöbe, um tatsächlich Sie zu besuchen.

Daneben besteht noch die Möglichkeit von Visa für längerfristige Aufenthalte in Deutschland, etwa als Au pair oder zu Studienzwecken. Wenn Ihre Brieffreundin - sofern sie im passenden Alter ist - Deutschland gern als Au pair kennenlernen würde oder hier studieren würde, könnte sie ein entsprechendes Visum beantragen. Hierfür muss sie aber natürlich die notwendigen Voraussetzungen vorweisen. Ein solches Visum ginge über einen kurzen Besuchsaufenthalt in Deutschland hinaus.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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