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Einlaß von Nachmietinteressenten bei fristgerechter Kündigung


| 23.01.2007 22:30 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe fristgerecht zum 28.2.2007 meine Wohnung gekündigt und die Kündigung wurde auch bestätigt. Mein Problem ist aber, daß mein Vermieter bereits zwei Sammelbesichtigungstermine, mit Voranmeldung, gemacht hat und nun für kommen Samstag einen dritten plant. Zusätzlich hat er auch weiteren Interessenten meine Telefonnummer gegeben und diese haben sich, nach Absprache mit mir, die Wohnung ohne meinen Vermieter angesehen, bei den Sammelterminen war der Vermieter dabei. Das ganze spielt sich nun bereits in der dritten Woche ab und die Einzelbesichtigungen belauf sich in dieser Zeit auf ca. 5-6 Personen.

Mein Frage lautet einfach ob ich überhaupt so viele Leute in meine Wohnung hereinlassen muß, auch noch ohne meinen Vermieter und ob ich einen weiteren Sammeltermin hinnehmen muß? Wenn nein, bitte ich Sie mir einen Paragraphen zu nennen auf den ich mich berufen kann.

Freundliche Grüße!
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich ist gegen einen Sammeltermin nichts einzuwenden, da ein solcher es dem Vermieter ermöglicht, mehreren Interessenten die Wohnung zu zeigen, ohne hierfür mehrere Termine vereinbaren zu müssen, was letztlich auch im Interesse des Mieters ist.
Eine starre Grenze, wievielen Interessenten im Rahmen einer solchen Sammelbesichtigung der Zugang zur Wohnung gewährt werden muss, gibt es nicht. Jedoch muss auch hier beachtet werden, dass Ihnen als Mieter der vertragsgemäße Gebrauch der Wohnung - wenn auch für die Dauer der Besichtigung eingeschränkt - weiterhin gewährt werden muss, vgl. § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB. Daher wäre es z.B. unzulässig, 14 Interessenten zeitgleich durch eine 40 qm² Wohnung zu jagen, da hier u.a. zu befürchten steht, dass es zu Beschädigungen an der Mietsache kommen kann.

Hinsichtlich der Zahl der Besichtigungstermine ist folgendes zu sagen: ist im Mietvertrag nichts anderes vereinbart, sind Besichtigungstermine einmal die Woche zulässig. In der Regel können Besichtigungstermine werktags in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr verlangt werden; sollten Besichtigungen während dieser Zeiten aufgrund der Berufstätigkeit des Mieters nicht möglich sein, können auch Termine zwischen 18 und 20 Uhr zulässig sein.

Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet, Interessenten, die Sie direkt kontaktieren, den Zugang zu Ihrer Wohnung zu ermöglichen und können diese zur Absprache von Besichtigungsterminen, welche sich im oben skizzierten Rahmen halten müssen, an Ihren Vermieter verweisen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen und atehe im Rahmen der kostenlosen Nachfrage sowie zur weiteren Beratung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2007 | 22:10

Hallo Hr. Mauritz

muß ich meinen Vermieter und einen neuen Nachmiter, nachdem dieser die Wohnung zugesprochen bekomme hat, vor Schlüßelübergabe nochmal in die Wohnung lassen oder kann ich darauf bestehen, daß vor Schlüsselübergabe niemand mehr die Wohnung betritt?

Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2007 | 03:19

Sehr geehrter Fragesteller,

Sofern Ihr Nachmieter die Wohnung bereits besichtigen konnte, der neue Mietvertrag abgeschlossen wurde und der wiederholte Besuch allein deswegen erfolgen soll, damit sich der Nachmieter die Wohnung noch einmal ansehen kann, besteht kein wichtiger Grund mehr, aus dem Sie ein Betreten der Wohnung gestatten müssen.
Etwas anderes kann bspw. dann gelten, wenn Vermieter und Nachmieter den Vertragsschluss noch nicht vollzogen und davon abhängig gemacht haben, dass die Wohnung bestimmte Voraussetzungen erfüllt (z.B. Ausmessung aufgrund besonders sperriger Möbel des Nachmieters o.ä.). Aber auch in diesem Fall muss sich die Besichtigung in den oben umrissenen zeitlichen Grenzen bewegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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