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Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften - Berechnung der Anschaffungskosten

5. November 2020 17:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Bei einem Immobilienverkauf (Mietshaus) entstanden Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften. Strittig ist die Berechnung der Anschaffungskosten. Das Finanzamt ist der Meinung, dass der Kaufpreis ohne bewegliche Sachen (Heizöl, Küchen etc.) anzusetzen ist. Also der Wert, der auch die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung ist. Ich bin der Meinung, dass ich alle Kosten ansetzen kann, die ich tätigen muss, um in den Besitz der Immobilie zu kommen und sie vermieten zu können.
Was ist hier richtig? Vielen Dank im voraus.

5. November 2020 | 19:06

Antwort

von


(523)
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73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist zu beachten, dass wir uns im Rahmen der Berechnung der Spekulationssteuer von Immobilien bewegen. § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG regelt daher auch nur den Veräußerungsgewinn von unbeweglichen Wirtschaftsgütern.

Bewegliche Wirtschaftsgüter werden hingegen von § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG erfasst. Hierunter fallen dann auch Gegenstände wie eine Küche etc.

Bei der Berechnung des Veräußerungsgewinns nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG werden somit auch nur die Kosten berücksichtigt, welche zu den Anschaffungs- und/oder Herstellkosten der Immobilie zählen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind wiederum in § 255 HGB definiert.

Anschaffungskosten sind hiernach die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können. Zu den Anschaffungskosten gehören auch die Nebenkosten sowie die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen, die dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können, sind abzusetzen.

Nicht hierunter fallen nicht Inventar und andere bewegliche Gegenstände, die ohne Veränderung der Immobilie unproblematisch entfernt werden können, ohne die Eigenschaft bzw. den Zustand der Immobilie zu verändern. Hierzu zählen auch Küchen, Heizöl etc. Die Einschätzung der Finanzbehörde ist daher zutreffend.

Selbstverständlich steht es Ihnen frei, gegen die Ablehnung bzw. Steuerfestsetzung der Finanzbehörde Einspruch zu erheben und auch eine gerichtliche Klärung suchen. Die Erfolgsaussichten für ein Obsiegen sind jedoch hierfür relativ gering.

Zur weiteren Vertiefung der komplexen Thematik verweise ich auf nachfolgenden Link:

https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/p/private-veraeusserungsgeschaefte/#D063064400017

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Traub
-Rechtsanwalt-


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