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Einkommensteuerjahresausgleich


29.04.2007 08:01 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Hallo,
ich bin gerade dabei, die Einkommensteuererklärung für meine Frau und mich auszufüllen. Dabei habe ich festgestellt, dass mein Arbeitgeber bereits einen Lohnsteuerjahresausgleich für mich vorgenommen hat. Nach §42b EStG wird jedoch angegeben, dass dies der Arbeitgeber nicht vornehmen darf, wenn der Arbeitnehmer im Ausgleichsjahr nach der Steuerklasse IV zu besteuern war. Ich habe die Steuerklasse IV. Auch habe ich 2006 Krankengeld erhalten, was sicherlich nicht berücksichtigt worden ist. Nun meine Frage: Kann bzw. muss ich dennoch eine Einkommensteuererklärung abgeben? Was ist dabei zu berücksichtigen? Wenn ich aufgrund der Tatsache, dass mein Arbeitgeber bereits einen Jahresausgleich vorgenommen hat, keine Erklärung mehr abgeben muss, wie gibt meine Frau, die aufgrund eines steuerlichen Freibetrages verpflichtet ist, eine Erklärung abzugeben, dies in der Steuererklärung an?
Für Ihre Mühe im Voraus vielen Dank.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Da Sie mit Ihrer Ehefrau zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden wollen, sind Sie zur Abgabe einer GEMEINSAMEN Steuererklärung verpflichtet (§ 25 Abs. 3 Satz 2 EStG).
Die Abgabepflicht beruht hier allein auf § 46 Abs. 2 Nr. 4 EStG, weil bei Ihrer Ehefrau ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen worden ist.
Der von Ihrem Arbeitgeber durchgeführte Lohnsteuer-Jahresausgleich entbindet sich deshalb nicht von der Abgabepflicht.

In Ihrer „Anlage N“ tragen Sie deshalb ganz normal die Daten aus der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung ein.
Ferner müssen Sie das Krankengeld dort in der Zeile 27 eintragen. Dieses ist zwar steuerfrei, unterliegt jedoch dem Progressionsvorbehalt.

Der auf der Lohnsteuerkarte Ihrer Ehefrau eingetragene Freibetrag wird summenmäßig nicht in die Steuererklärung eingetragen.
Einzutragen sind vielmehr die einzelnen Besteuerungsgrundlagen, die zu dem Freibetrag geführt haben.
Deshalb besteht ja auch die Abgabepflicht gem. § 46 Abs. 2 Nr. 4 EStG (s. o.), damit das Finanzamt überprüfen kann, ob die im Rahmen des Lohnsteuerermäßigungsverfahrens geltend gemachten Aufwendungen auch tatsächlich so in dieser Höhe angefallen sind.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.


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