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Einkommensteuerermäßigung


20.11.2005 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Angestellte und im 2004 habe ich 30.000 Euro als Netto verdient. Ich habe im Jahr 2004 die Unterhaltsleistungen für 6 Person im Ausland (aus der Ländergruppe 3, Unterhaltsleistungen höchstens 3.840 Euro je Person) insgesamt für 23.040 Euro gemacht. Diese Unterhaltsleistungen kann ich mit meinen Kontoauszüge nachweisen. Ich bin seit November 2003 verheiratet, aber meine Frau ist zu mir aus dem Ausland erst im Dezember 2003 angekommen. Aus dem Ausland hat sie auch einen Geldbetrag in Höhe 15.000 Euro mitgenommen(mit der Zollerklärung nachgewiesen). Das Jahr 2004 haben wir zusammen gewohnt. Für unseren gemeinsamen Haushalt wurde zum Teil auch das Geld meiner Frau genutzt.
Die Frage ist: wird der ganze Betrag 23.040 Euro als Ermäßigung meiner Einkommensteuer anerkannt?

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Unterhaltsleistungen sind nur abzugsfähig, soweit sie in einem angemessenen Verhältnis zu Ihrem Nettoeinkommen stehen. Nach Abzug der Unterhaltsleistungen muß Ihr Nettoeinkommen noch ausreichen für Ihren eigenen Lenbensunterhalt sowie den Ihres Ehegatten unf ggf. Ihrer Kinder, für die Sie Kindergeld erhalten. Diese Grenze, bis zu der das Finanzamt Unterhaltsleistungen maximal anerkennt, nennt man "Opfergrenze".

Die "Opfergrenze" beträgt 1%-Punkt je volle 500,00 EUR des Nettoeinkommens (bei Ehegatten des gemeinsamen Nettoeinkommens), höchstens aber 50% des Nettoeinkommens. Der so ermittelte Prozentsatz verringert sich um je 5%-Punkte für Ihren Ehegatten und für jedes Kind, für das Ihnen das Kindergeld zusteht, höchstens aber um 25%-Punkte.

In Ihrem Fall (wobei ich unterstelle, das Ihre Frau kein eigenes Einkommen hat und Sie kinderlos sind) sieht die Berechnung so aus:

1%-Punkt für je volle 500,00 EUR Ihres Nettoeinkommens von 30.000,00 EUR = 60 %, maximal aber 50%, abzüglich 5%-Punkte für Ihren Ehegatten ergibt einen anzuwendenden Prozentsatz von 45%.

Die "Opfergrenze", also der Betrag, den das Finanzamt maximal bei Ihnen als Unterhaltsleistungen anerkennt, beträgt dann 45% von 30.000,00 EUR = 13.500,00 EUR.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der Nachfragefunktion bei "frag-einen-anwalt.de" zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt
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