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Einkommensteuer - rückwirkend gemeinsame Veranlagung erreichen?


22.09.2006 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,

vorab möchte ich sagen, dass ich nicht sicher bin, wer in unserem Falle der beste Ansprechpartner ist (Anwalt oder Steuerberater).

Hier unser Problem:
Mein Mann und ich haben 2002 geheiratet und wurden für dieses Jahr aus Unwissenheit getrennt veranlagt. Nun haben wir festgestellt, dass uns dadurch ca. 3.500 EUR Rückzahlung verloren gegangen sind und möchten gerne eine gemeinsame Veranlagung für das Jahr erreichen. Unsere Bescheide für das Jahr sind vom 19.09.2003 und 01.10.2003 - die Rechtsbehelfsfrist ist somit schon abgelaufen.

Nun habe ich im Internet gelesen, dass es ein Ehepaar gab mit einem ähnlichen Problem:

Der Ehegatte wollte nachträglich getrennte Veranlagung beantragen. Selbes Spiel wie bei uns: Rechtsbehelfsfrist rum, aber innerhalb der Verjährungsfrist.

Der hat es so gemacht:
Er zeigte dem Finanzamt an, dass er „AUS VERSEHEN“…..zu hohe Werbungskosten angesetzt hatte. Dies führte damals zu einer hohen Erstattung. Durch diese Anzeige erließ das Finanzamt einen neuen Bescheid, in dem er eine geringe Nachzahlung zu leisten hatte, da er ja nun weniger Werbungskosten hatte. Dieser neue Bescheid ist aber dann wiederum in der Rechtsbehelfsfrist (ein Monat), da er ja neu ergangen ist. Und in diesem Zuge hat er dann innerhalb dieser Frist Einspruch eingelegt und getrennte Veranlagung beantragt. Und dies war möglich und ließ das Finanzamt auch zu.

Sehen Sie noch andere Möglichkeiten in dieser Sache vorzugehen, z.B. rechtliche? Bitte geben Sie uns eine Empfehlung, ob wir diesen Fall weiterverfolgen sollen oder nicht.

Herzlichen Dank.
Sehr geehrte Fragesteller,

eine Zusammenveranlagung ist solange möglich, wie noch ein Steuerbescheid nicht bestandskräftig ist. Dies ist bei Ihnen nicht der Fall. Da beide Bescheide bereits aus dem Jahr 2003 stammen, sind sie mittlerweile (nach Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist) auch bereits bestandskräftig.

Wenn einer der beiden Steuerbescheide nochmals vom FA geändert würde, stünde Ihnen dieses Wahlrecht jedoch wieder zur Verfügung. Bitte beachten Sie bei der von Ihnen in Betracht genommenen Gestaltung jedoch, daß die unrichtige Angabe (d.h. die Angabe, daß tatsächlich angefallene und erklärte Werbungskosten doch nicht angefallen sind) eine Steuerhinterziehung bedeuten kann.

Im übrigen entfällt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem Jahr 1992 das Wahlrecht auch wieder rückwirkend, wenn das Finanzamt den Änderungsbescheid wieder aufhebt.

Steht vielleicht einer der beiden Einkommensteuerbescheide noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung? Dann hilft vielleicht der Antrag an das FA, diesen Vorbehalt aufzuheben..

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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