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Einkommensteuer als Nachlassverbindlichkeit


28.11.2012 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Vater ist im Juni 2011 im Alter von 92 Jahren verstorben. Ich war Alleinerbe.
Im Nachlass fanden sich weder Einkommensteuerbescheide noch Mahnungen auf
Abgabe von EkSt.-Erklärungen.
Mit Datum 15.11.2012 erhalte ich nun für die Jahre 2005 bis 2011 Einkommensteuerbescheide als Rechtsnachfolger des Verstorbenen. Die Bescheide
sind geschätzt und enthalten die Aufforderung eine Steuererklärung nachzureichen.
Frage : Muss ich für Steuerbescheide welche , 1 Jahr nach dem Tode meines Vaters ,
zurück bis 2005 festgesetzt werden, einstehen ?
Kann ich generell Einspruch erheben oder gegen den Tatbestand der Schätzung ,zumal die nachträgliche Abgabe von Steuererklärungen für den Verstorbenen aufgrund der Auflösung des Nachlasses nicht
mehr möglich ist und so womöglich steuermindernde Angaben auch nicht gemacht
werden können.
Herzlichen Dank für einen fachlichen Rat !
28.11.2012 | 16:45

Antwort

von


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Cappelner Damm 71a
49661 Cloppenburg
Tel: 04471-7008624
Web: www.rechtsanwältin-janna-stefan.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Wie Ihrem Sachverhalt zu entnehmen ist, haben Sie das Erbe Ihres Vaters nicht binnen 6 Wochen ausgeschlagen. Somit sind Sie gemäß § 34 AO der Vermögensverwalter über das Vermögens des Erblassers und haben seine steuerlichen Pflichten auch nach dem Ableben zu erfüllen. Dies betrifft alle Steuern, die vor dem Erbfall in der Person des Erblassers entstanden sind.

Sie sind auch verantwortlich dafür, Veranlagungsjahre bzw. Besteuerungszeiträume abzudecken, die mitunter einige Zeit vor dem Ableben des Erblassers liegen. Sollte es der Erblasser zu Lebzeiten versäumt haben, eine Steuererklärung fristgemäß abzugeben, so muss dies der Vermögensverwalter, in diesem Fall Sie als Alleinerbe, nachholen.
Dies gilt auch für Einkommens- und Schenkungssteuererklärungen, die der Erblasser selbst abzugeben hätte, wenn er sich rechtstreu verhalten hätte. Der Vermögensverwalter kann mit Zwangsgeld zur Abgabe angehalten und mit Verspätungszuschlägen bei verspätet abgegebener Steuererklärung belegt werden.

Gemäß §69 AO iVm §34 AO haften Sie persönlich für die Erfüllung steuerlicher Pflichten, soweit diese nicht rechtzeitig festgesetzt oder erfüllt worden sind.

Wenn Sie die Schätzung des FA nicht über sich ergehen lassen wollen und Zwangsgelder, vielleicht sogar Verspätungszuschlage vermeiden wollen, sollten Sie alle verfügbaren Unterlagen zusammen suchen und die Einkommensteuererklärung wie gefordert fristgemäß einreichen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Janna Stefan, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Janna Stefan

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