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Einkommenssteuererklärung - Steuersoftware weist Naturalunterhalt als absetzbar aus

| 28.03.2019 13:00 |
Preis: 35,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

ich lebe mit meiner Partnerin (nicht verheiratet) und meinen beiden Kindern zusammen (beide nicht volljährig).
In meiner Steuererklärung gebe ich jährlich den Beziehungsstatus zu meiner Partnerin so wie meinen beiden Kindern mit an. Das Sorgerecht ist zu gleichen Teilen auf meine Partnerin und mich aufgeteilt. Wir haben je Kind einen hälftigen Steuerfreibetrag (in Summe damit Kindersteuerfreibetrag=1). Das Kindergeld erhält die Mutter.
Wir finanzieren ein gemeinsames Haus (fast hälftig aufgeteilt). Aufgrund des Einkommensverhältnisses (meine Partnerin verdient deutlich weniger als ich) komme ich für alle Hausnebenkosten sowie weitere Kosten (KFZ, Lebensmittel, ...) auf.

Seit diesem Jahr (Einkommenssteuererklärung für 2018) weist mich das Programm daraufhin, dass ich monatlich 650 EUR für Naturalunterhalt absetzen kann. Mir ist dieses Thema gänzlich neu.

Kann ich vor dem o.g. Hintergrund Naturalunterhalt absetzen und wenn ja in welcher Höhe? An welche Voraussetzungen ist der Naturalunterhalt gebunden und wie ist dieser gegenüber dem Finanzamt nachzuweisen.

Besten Dank
Tyler
28.03.2019 | 13:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Frage darf ich Ihnen antworten, wie folgt.
Die Regelung des Sachstandes findet sich in § 33 a EStG, dort heißt es:

Erwachsen einem Steuerpflichtigen Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass die Aufwendungen bis zu 9.168 Euro im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden.
Voraussetzung ist, dass weder der Steuerpflichtige noch eine andere Person Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder auf Kindergeld für die unterhaltene Person hat und die unterhaltene Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt; ein angemessenes Hausgrundstück im Sinne von § 90 Absatz 2 Nummer 8 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch bleibt unberücksichtigt.

Sie sehen also, Sie können grundsätzlich Unterhalt als außergewöhnliche Belastung geltend machen, außer, wenn Sie oder jemand anderes, hier also Ihre Partnerin, den Kinderfreibetrag nutzt oder Kindergeld für das betreffende Kind erhält. Da bereits der Anspruch auf diese Steuervergünstigung sowie der Anspruch auf das Kindergeld dazu führen, dass der Unterhalt nicht auch noch geltend gemacht werden kann, kommt die Regelung in § 33 a EStG grundsätzlich nur für Kinder über 25 Jahre in Betracht, die noch in der Ausbildung sind. Sie können Sie also leider nicht nutzen.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Auskunft behilflich sein konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 28.03.2019 | 13:58

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