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Einkommenssteuer vs Abgeltungsstuer bei überspartem Riester


22.08.2015 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Zusammenfassung: Auszahlung bei Riesterverträgen nach Einzahlungen, die förderungswürdig sind und solchen nicht die förderungswürdig sind. Es ergeben sich unterschiedliche steuerrechtliche Beurteilungen für die Auszahlungen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Jahr 2014 aus einem übersparten/überriesterten (ungeförderten) Riester Fond einmalig einen Gewinn von 7038 ausbezahlen lassen (ca. 8 Jahre Laufzeit).

Der Fond weist diesen Gewinn gegenüber dem Finanzamt als Nr7. § 22 Nummer 5 Satz 2 Buchstabe c EstG aus.

Problem bei der Sache ist, dass sich somit mein zu versteuerndes Einkommen weiter erhöht und ich somit mit einer Abgeltungssteuer von 25% besser gestellt wäre.
Momentan rechnet also das Finanzamt den Aktiengewinn als eine Erhöhung meines Einkommens aus Rentenzahlungen.

Frage: Habe ich die Möglichkeit gegenüber dem Finanzamt die Summe von 7038 „nur" pauschal mit 25% besteuern zu lassen? Also mit der üblichen Abgeltungssteuer.

Vielen Dank.
Ich gehe nach Ihrer Fragestellung davon aus, dass Sie zum einen die förderungsfähigen Beiträge in einen Riestervertrag einzahlen und Beträge darüber hinaus oder insgesamt nur Beiträge in einen Riestervertrag einzahlen, ohne förderungswürdig zu sein und Zulagen zu erhalten. Entscheidend ist, dass der Fonds ausdrücklich bestätigen muss, welche Einzahlungen wie verbucht wurden und aus welchem „Topf" die Rückzahlungen erfolgen.
Um eine Überzahlung handelt es sich, wenn ein Sparer mehr als die maximal geförderten 2.100 Euro p.a. in seinen Riester Vertrag einbezahlt. Der Beitrag oberhalb der Fördergrenze gilt dann als ungefördert. Oder es handelt sich um einen Vertrag, für man nicht förderberechtigt ist und keine Zulagen beantragen kann.
Die steuerrechtliche Beurteilung für diese Beiträge passt damit nicht zur Einkunftsart „Sonstige Einkünfte", bzw. „Rente", § 22 EStG.
Ungeförderte Riester Verträge werden steuerlich analog zur Lebensversicherung behandelt, wenn diese wenigstens 12 Jahre lange gehalten und nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres ausbezahlt werden. Bei einer Auszahlung vor Ablauf der 12 Jahre muss das Institut, bei dem der Vertrag besteht, Kapitalerträge ausweisen und Abgeltungsteuer berechnen und abführen. Daher sollte eine Anfrage an den Fonds gerichtet werden, weshalb die Bescheinigung Einkünfte nach § 22 EStG ausweist und wie das geförderte Kapital und das „überriesterte" Kapital beim Fonds getrennt werden (sofern das für Sie eine Rolle spielt).

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